Studie "Fachkräftesicherung am Niederrhein"

Der demografische Wandel

Die Auswirkungen des demografischen Wandels in Deutschland lassen sich in drei Worten zusammenfassen: die Bevölkerung wird älter, weniger und bunter. Die Gründe sind in einer steigenden Lebenserwartung bei anhaltend niedrigen Geburtenzahlen und einer positiven Einwanderungsbilanz zu finden. Die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sind gravierend. Immer größere Jahrgänge erreichen das Rentenalter und somit wächst das Ungleichgewicht zwischen Berufsaussteigern und -einsteigern. Im Jahr 2030 stehen am Niederrhein so voraussichtlich etwa 100.000 potenzielle Fachkräfte weniger zur Verfügung als heute. Besonders betroffen sind Duisburg und der Kreis Wesel. Noch vor der Schrumpfung wird eine deutliche Durchalterung der arbeitenden Bevölkerung zu beobachten sein.

Eine Unternehmensumfrage über den Fachkräftemangel

Die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer sah diese Entwicklung als Anlass, ihre Mitgliedsunternehmen ausführlich über den Fachkräftemangel zu befragen. An der im Herbst 2012 durchgeführten Umfrage beteiligten sich insgesamt 80 Unternehmen. Dabei kam heraus, dass die Wirtschaft am Niederrhein eine deutliche Zuspitzung des Fachkräftemangels innerhalb der nächsten fünf Jahre erwartet. Viele Unternehmen haben schon heute Schwierigkeiten bei der Gewinnung von Fachkräften, die sich insbesondere in einer geringen Anzahl an Bewerbungen äußern. Dies führt unter anderem dazu, dass sie nicht mehr flexibel auf Marktveränderungen reagieren können. Ein Ausweg wird neben der Kooperation mit (Hoch-)Schulen in der Professionalisierung der Öffentlichkeitsarbeit gesehen. Auch die gezielte Ansprache von Zielgruppen auf dem Arbeitsmarkt, die bisher nicht im Fokus der Aufmerksamkeit standen, könnte Erfolg versprechen. Darüber hinaus gewinnt die Nachqualifizierung und Weiterbildung der vorhandenen Belegschaft an Bedeutung.

Handlungsempfehlungen für die Wirtschaft

Als Grundlage für alle weitergehenden Maßnahmen sollten die zu erwartenden Auswirkungen des demografischen Wandels auf das Unternehmen analysiert werden. Es gilt herauszufinden, wie sich die Altersstruktur im Unternehmen verändert, wie sich die Bevölkerung in der Region entwickelt und ob Engpässe auf dem für die Unternehmen kritischen Teil des Arbeitsmarkts zu erwarten sind. In einem zweiten Schritt heißt es, das eigene Unternehmen von der Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt abzuheben, um so einen größeren Teil aus dem kleiner werdenden Fachkräfte-Pool gewinnen zu können. Ein Konzept zum Arbeitgebermarketing bietet hierfür die Grundlage. Die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer bietet den Unternehmen dabei kostenfrei ihre Unterstützung an.

 
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