Weltklimakonferenz mit EU-Umwelt-Siegel ausgezeichnet

(20. November 2017) Als zweite internationale Großveranstaltung überhaupt er-füllte die Weltklimakonferenz in Bonn, die COP23, die Anforderungen des EU-Umwelt-Siegels EMAS (Eco-Management and Audit Scheme). Bundesumweltministerin Barbara Hendricks nahm die Auszeichnung am Freitag, 17. November, stellvertretend von der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve entgegen, die die zentrale Registrierungsstelle in NRW ist.

[ Orvais Sarmad (l.), Vize-Executivesekretär des UN-Klimasekretariats, und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (Mitte) nahmen die EMAS-Urkunde von Elisabeth Noke-Schäfer (r.), Leiterin der EMAS-Registrierungsstelle NRW, entgegen. Foto: DIHK/ Jakob Flechtner ]

[Orvais Sarmad (l.), Vize-Executivesekretär des UN-Klimasekretariats, und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (Mitte) nahmen die EMAS-Urkunde von Elisabeth Noke-Schäfer (r.), Leiterin der EMAS-Registrierungsstelle NRW, entgegen. Foto: DIHK/ Jakob Flechtner]

Bei der Weltklimakonferenz in Bonn stand nicht nur das Thema Umweltschutz auf der Agenda, sondern wurde auch ganz praktisch umgesetzt. Eine Herausforderung bei 20.000 Teilnehmern aus der ganzen Welt. Den Fokus legten die Veranstalter, unter der Ratspräsidentschaft der Fidschi-Inseln, deshalb auf die Kompensation der CO2-Emssionen für die An- und Abreise durch CO2-Emissionsminderungszertifikate aus internationalen Klimaschutzprojekten. Daneben spielten umweltfreundliche Mobilität (COP E-Bikes und Elektrofahrzeuge), Energieversorgung aus Erneuerbaren Energien oder papierarme Sitzungen eine große Rolle.

Hendricks: „Es kommt auf das Handel an“

Gemeinsam mit dem Vize-Executivesekretär des UN-Klimasekretariats, Orvais Sarmad, nahm Bundesumweltministerin Barbara Hendricks am letzten Tag der Klimakonferenz die EMAS-Urkunde von Elisabeth Noke-Schäfer, Leiterin der EMAS-Registrierungsstelle NRW, entgegen. „Es ist uns gelungen, die Klimakonferenz umweltfreundlich und nachhaltig auszurichten. Das ist ein wichtiges Signal für eine Konferenz, bei der es nicht nur auf das Verhandeln, sondern auch auf das Handeln ankommt. Natürlich gibt es in manchen Bereichen Luft nach oben – die Lernkurve hat mit dieser COP gerade erst begonnen. Ich würde sehr empfehlen, EMAS als Maßstab für künftige klimafreundliche Klimakonferenzen zu nutzen“, so die Ministerin.

Hintergrund

EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) ist das Umweltmanagementsystem der Europäischen Union und zeichnet Vorreiter mit Blick auf Umweltstandards aus. Das Siegel steht für ein Europäisches Gemeinschaftssystem, in dem Wirtschaftsunternehmen zusammen mit anderen Einrichtungen registriert sind, die ein umfassendes Umweltmanagementsystem eingeführt haben. Dieses wird regelmäßig von unabhängigen Gutachtern geprüft. Nur wer nachweisen kann, dass alle Umweltvorschriften eingehalten und darüber hinaus die eigenen Umweltbelastungen kontinuierlich reduziert werden, erhält das Zertifikat.

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