Lang-LKW

Seit Anfang 2012 läuft der Feldversuch „Lang-LKW“ der Bundesregierung. Das Bundesverkehrsministerium ist federführend für den fünf Jahre dauernden Praxistest, die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) begleitet ihn wissenschaftlich.

Lang-LKW dürfen die herkömmlichen Achslasten und Gesamtmassen nicht überschreiten. Es bleibt somit bei einem zulässigen Gesamtgewicht von maximal 40 Tonnen. Wird der Lang-LKW im Kombinierten Verkehr eingesetzt, sind wie sonst auch 44 Tonnen zulässig. Dennoch wird der Feldversuch nicht zuletzt zwischen den politischen Parteien kontrovers diskutiert. Dabei zeigt sich eine starke Ablehnung vieler rot-grüner Fraktionen. Entsprechend ist auch das Streckennetz in Deutschland ausgestaltet; Nordrhein-Westfalen beteiligt sich bislang nicht an diesem Projekt. Auf der Projektseite der BASt findet sich das sogenannte Positivnetz.

Erste Zwischenergebnisse des Feldversuchs liegen inzwischen vor. Von Dezember 2012 bis Dezember 2013 hat die BASt Fahrten mit dem Lang-LKW erhoben. Dabei zeigte sich, dass der Lang-LKW keine Güter von der Schiene auf die Straße verlagert hat. Diese Befürchtung war ist vielfach der Grund für die ablehnende Haltung in Teilen der Politik und zum Beispiel von Vertretern der Bahnunternehmen.

Nach den ersten Ergebnissen haben Lang-LKW bisher nur konventionelle LKW ersetzt. Transportiert wurden hauptsächlich voluminöse, aber leichte Güter. Knapp 17 Prozent der beobachteten Fahrten entfielen auf den Kombinierten Verkehr. An der Fahrtenerhebung waren 21 Unternehmen mit bis zu 37 Lang-LKW beteiligt.

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