Eiserner Rhein

Der Eiserne Rhein ist die direkte Verbindung zwischen Duisburg und Antwerpen für den Schienengüterverkehr. Derzeit ist Antwerpen nur über die so genannte Montzenroute über Aachen an Duisburg angeschlossen. Diese Verbindung ist länger, topographisch schwierig (Ardennen) und daher für viele Transporte unwirtschaftlich.

Der Eiserne Rhein ist neben der Betuwe-Linie für den Wirtschaftsstandort von großer Bedeutung, um die stetig wachsenden Gütermengen, die in den Westhäfen umgeschlagen werden, abwickeln zu können. Belgien hat das Recht, die historische Trasse über niederländisches Gebiet zu reaktivieren. Auf deutscher Seite ist die Strecke eingleisig und nicht elektrifiziert; eine Wiederinbetriebnahme der historischen Trasse scheint verkehrstechnisch und -ökonomisch schwierig. Zusätzlich sehen Gutachter gravierende Probleme aufgrund hoher Belastungen für Mensch und Natur.

Der Landtag NRW hat daher 2007 und noch einmal 2012 fraktionsübergreifend erklärt, dass das Land einen Trassenneubau entlang der A 52 – zweigleisig und elektrifiziert – präferiert. Diesen Vorschlag unterstützt die Niederrheinische IHK. Der Bund hat im Bundesverkehrswegeplan 2030 einen so genannten „Dritten Weg“ zum Eisernen Rhein vorgeschlagen, als Variante über Viersen – Dülken – Venlo. Dieser Vorschlag ist aber bislang nur in den potenziellen Bedarf eingestuft.

Darüber hinaus gibt es momentan auf europäischer Ebene das sogenannte 3RX-Projekt: Dieses 2015 zwischen Flandern, NRW und der EU vereinbarte Millionen-Projekt soll die Chancen und Risiken einer Eisernen Rhein-Trasse von Antwerpen über Roermond - Venlo – Viersen – Krefeld bewerten. Bei dieser vom BMVI in die Diskussion eingebrachten Variante geht es um einen kostengünstigen Ausbau der vorhandenen Strecken Roermond/ Venlo , Kaldenkirchen/Dülken und Rheydt/Odenkirchen. In Viersen sollen sich die Züge in Richtung Krefeld/ Duisburg und in Richtung Rheydt/Grevenbroich/Köln verteilen.

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