Landesentwicklungsplan - Thema "Luftverkehr"

Mittlerweile liegt der Landesentwicklungsplan vor. Der LEP als oberster Raumordnungsplan legt dabei für einen Zeitraum von etwa 15 Jahren die räumliche Entwicklung des Landes durch landesplanerische Vorgaben (sog. Ziele und Grundsätze) fest. Daher müssen die raumbezogenen Anforderungen zur Entwicklung von Verkehrsinfrastruktur, Industrie, Gewerbe- und Wohnbauflächen, Lagerstätten, Energie- und Wasserversorgung sowie Entsorgung und von Erholungs- und Freizeitbereichen zukunftsfähig koordiniert werden.

Mit dieser strategischen Weichenstellung und Neuausrichtung durch den LEP soll die Grundlage für die Regionalplanung und Flächenentwicklung geschaffen werden. Die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer hat zusammen mit den anderen IHKs in NRW die einzelnen Themenfelder des Entwurfs hinsichtlich seiner wirtschaftsrelevanten Aussagen geprüft und in einer gemeinsamen Stellungnahme Position bezogen.

Flughäfen – Airport Weeze


Die Flughäfen in NRW werden durch den Landesentwicklungsplan in landesbedeutsame (Düsseldorf, Köln/Bonn, Münster/Osnabrück) und regionalbedeutsame Flughäfen (Dortmund, Paderborn/Lippstadt, Weeze) unterteilt. Nach LEP ist vorgesehen, dass sich die regionalbedeutsamen Flughäfen nur mit Zustimmung der landesbedeutsamen Flughäfen entwickeln können. Nach Auffassung der IHK leisten alle sechs genannten Flughäfen einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherung der Luftverkehrsanbindung in NRW. Diese für NRW charakteristische dezentrale Flughafenstruktur legt nahe, dass alle sechs regelmäßig im Linien- und Touristikcharterverkehr bedienten Verkehrsflughäfen in NRW als landesbedeutsam anzusehen sind. Eine Kategorisierung wie im LEP steht diesem Ziel im Wege. Der Flughafen Weeze mit 1,8 Mio. Passagieren pro Jahr, wird in diesem Zusammenhang nur als regionalbedeutsam eingestuft. Dabei genießt der Flughafen gerade aus der Sicht der Wirtschaft im deutsch-niederländischen Grenzraum eine hohe Wertschätzung hinsichtlich der Bedeutung für die Unternehmen als Wirtschafts- und Standortfaktor. Nur die Einstufung in Kategorie „landesbedeutsam“ wird seiner wirtschaftlichen sowie überregionalen/landesübergreifenden Bedeutung gerecht.

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