Airport Weeze

Hervorgegangen aus der ehemaligen Royal Air Force Basis hat sich der Airport Weeze zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Region entwickelt. Die Niederrheinische IHK hat bereits den Prozess der Umwidmung bis zur Betriebsaufnahme im Mai 2003 aktiv unterstützt und moderierend begleitet. Der Flughafen ist mehrheitlich in privatem Besitz eines niederländischen Investors.

Seit seinem Bestehen hat der Flughafen eine turbulente Entwicklung genommen. Nach nur einem Betriebsjahr verlor der junge Flughafen durch die erste Pleite eines Low Cost Carriers auf deutschem Boden seinen Hauptcarrier. Der Flughafen konnte den Passagiereinbruch bereits im zweiten Betriebsjahr durch Ausweitung des Flugangebotes kompensieren.

Heute ist der Airport Weeze der viertgrößte Flughafen in Nordrhein-Westfalen. 40 Prozent der abreisenden Passagiere kommen aus den Niederlanden. Daher ist auch gerade die Luftverkehrssteuer, die seit 2011 von jedem abfliegenden Fluggast in Deutschland erhoben wird, ein erheblliches Hindernis bei der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung des Airport Weeze. Viele niederländische Reisende überqueren nicht mehr die Grenze, um zu den unterschiedlichen Destinationen abzuheben, sondern starten von heimischen Flughäfen. Im Nachbarland Niederlande wurde die Ticketsteuer nach nur einem Jahr im Juni 2009 wieder abgeschafft.

Größter Kunde ist die irische Luftverkehrsgesellschaft Ryanair, die in Weeze ihre zweitgrößte Basis betreibt. Starts und Landungen sind in der Zeit von 06.00 - 22.00 Uhr gestattet; für Home-Based-Carrier gelten etwas längere Zeiten: 06.00 - 23.00 Uhr für Starts, 06.00 - 23.30 Uhr für Landungen.

Die IHK ist insbesondere eingebunden bei der Infrastrukturertüchtigung und der Entwicklung des Flughafens zu einem Euregionalen Zentrum für Luftverkehr, Logistik und Gewerbe.

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