IHK rät Unternehmen Hochwasserrisiken zu prüfen

(12. Juni) Hochwasser ist in der Region Niederrhein keine Seltenheit. Die Bezirksregierungen und das Umweltministerium haben entsprechende Pläne für alle Flussgebiete in NRW entwickelt, um Grün- und Siedlungsflächen zu schützen. Die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve rät Unternehmen, die in Hochwasserregionen angesiedelt sind, diese Pläne zu überprüfen, da sie Auswirkungen auf unternehmerische Tätigkeiten haben können. Stellungnahmen können bis zum 30. Juni bei der Bezirksregierung Düsseldorf eingereicht werden.

In Nordrhein-Westfalen wurden von den fünf Bezirksregierungen und dem Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz für die Flussregionen Rhein, Maas, Ems und Weser umfangreiche Maßnahmen zum Schutz vor Überschwemmungen entwickelt. Vier sogenannte Hochwasserrisikomanagement-Plänegeben Auskunft, welche Kommunen mit ihren Flächen betroffen sind. Die Bewertung von Risiken und möglichen Schäden variiert je nach Flächennutzung – Grünflächen sind geringer betroffen als Wohnbebauung oder Industrie- und Gewerbeflächen.

Michael Pieper, Leiter der Umweltabteilung bei der Niederrheinischen IHK: „Betriebe, deren Firmengebäude in der Nähe von Bächen, Flüssen, Hochwasserschutzgebieten oder Überschwemmungsgebieten liegen, können von den geplanten Schutzmaßnahmen in besonderer Weise betroffen sein. So können Betriebserweiterungsflächen zukünftig möglicherweise nicht oder nur eingeschränkt für die Unternehmensentwicklung genutzt werden.“

Die Niederrheinische IHK rät den Unternehmen zu überprüfen, ob und inwieweit sie von den Plänen betroffen sind, die bis Jahresende verabschiedet werden sollen. Formlose Stellungnahmen können in einem öffentlichen Beteiligungsverfahren unter www.beteiligung-online.nrw.de eingereicht werden.

Fragen dazu beantwortet bei der Niederrheinischen IHK Jörg Winkelsträter, Telefon: 0203 2821-229, E-Mail: winkelstraeter@niederrhein.ihk.de.

Ihr Ansprechpartner