Starthilfe für 25 Jugendliche: Berufsorientierungs- und Sprachcamp der IHK

(1. April 2016) Ferien haben oder lieber etwas für das (Berufs-)Leben lernen? 25 Schülerinnen und Schüler der Herbert-Grillo-Gesamtschule in Marxloh haben sich für das Lernen entschieden und nahmen während der gesamten Osterferien am Berufsorientierungs- und Sprachcamp der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve teil. Ziel des Camps ist es, den Schülern eine Starthilfe zu geben, damit sie ihre beruflichen Vorstellungen und Wünsche für die Zukunft präzisieren und gleichzeitig ihre deutschen Sprachkenntnisse verbessern können. Damit sollen die Chancen der Jugendlichen auf einen Ausbildungsplatz verbessert werden. Das Berufsorientierungs- und Sprachcamp ist ein Projekt im Rahmen des „Duisburger Schulmodells“. Finanziell ermöglicht wird es durch das Engagement von 12 Unternehmerinnen und Unternehmern.

[Zusammen kommt man weiter: Im Camp lernten die Jugendlichen, dass Soft-Skills im Leben und Job oft weiterbringen. Teamfähigkeit gehört auf jeden Fall dazu. Foto: Ullrich Sorbe]

[Zusammen kommt man weiter: Im Camp lernten die Jugendlichen, dass Soft-Skills im Leben und Job oft weiterbringen. Teamfähigkeit gehört auf jeden Fall dazu. Foto: Ullrich Sorbe]



Die Warteliste für einen Platz im Camp war in diesem Jahr besonders lang. Die jungen Marxloher mussten ihre Lehrerinnen und Lehrer in einem Auswahlverfahren von ihrer Motivation zunächst überzeugen – denn Lernbereitschaft und Wille sind wichtige Voraussetzungen, um mitmachen zu können und einen Nutzen aus dem Camp zu ziehen. Das betonten auch die pädagogischen Fachkräfte der Jugendhilfe Mabilda e.V. und Jungs e.V., die das Camp durchführen. „Bei der Arbeit mit Jugendlichen in diesem Alter ist es zudem besonders wichtig, auf die Unterschiede von Jungen und Mädchen einzugehen, denn die Jugendlichen sollen ohne Scheu alle Fragen und Unsicherheiten mit den pädagogischen Fachkräften klären können“, erklärt Sven Leimkühler von Jungs e.V.


Das Training von wichtigen Soft-Skills wie Teamfähigkeit, war ein ganz wesentliches Thema des Camps. So mussten die jungen Leute beispielsweise eine fiktive Wohngemeinschaft gründen und einen Haushaltsplan erstellen – mit dem Geld, wie es Azubis typischerweise zur Verfügung steht. Auch ein Videocoaching beim Vorstellungsgespräch und ein Besuch in der Stadtbücherei standen auf dem Programm.

Die Schülerinnen und Schüler konnten außerdem erste Kontakte in die regionale Wirtschaft knüpfen. Die Jugendlichen lernten die Gastronomen des „Hotel Montan“ in Marxloh und des italienischen Restaurants „Rosso Picanto“ kennen und informierten sich über berufe in der Gastronomie. Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg und die Duisburger Hafen AG stellten Praktika in Aussicht.


Zum Abschluss des Camps fiel das Fazit der Jugendlichen durchweg positiv aus: „Wir haben hier viele neue Berufe kennengelernt und erfahren, wie wichtig Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit sind. Außerdem müssen wir viel mehr Bücher lesen, um uns noch besser ausdrücken zu können“, da sind sich die 14-jährige Valentina Hashimi und der gleichaltrige Kerem Melek einig.

Die Ergebnisse ihrer Projektarbeit präsentierten die Jugendlichen am 1. April, dem Abschlusstag. Burkhard Landers, IHK-Präsident und Beiratsvorsitzender des „Duisburger Schulmodells“, zeigte sich begeistert von der Energie und Einsatzfreude der jungen Menschen: „Das Sprachcamp in Marxloh erneut so erfolgreich zu gestalten, dass 25 Jugendliche zwei Wochen lang konzentriert und motiviert ein Ziel verfolgen, ist eine tolle Leistung. Die Schülerinnen und Schüler können stolz auf sich sein. Mit der breiten Unterstützung der Wirtschaft können wir auch in den nächsten beiden Jahren das Camp anbieten. Für andere Städte und Kommunen gilt: Kopieren ausdrücklich erwünscht.“

Im Anschluss an das Camp werden die Jugendlichen weiter durch Yassine Zerari gefördert, der das Projekt bei der IHK koordiniert, und sie beispielsweise bei der Praktikasuche in Klasse 9 sowie der Ausbildungssuche in Klasse 10 unterstützt.

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Das Projekt wird gefördert durch die Niederrheinische IHK, den Beirat des Duisburger Schulmodells und die TalentMetropole Ruhr in Zusammenarbeit mit der Stadt Duisburg. Folgende Unternehmen haben das Berufsorientierungs- und Sprachcamp finanziert: ArcelorMittal Duisburg GmbH, Cremerius Transport Service GmbH, Grillo-Werke AG, Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Köppen GmbH, Krohne Messtechnik GmbH, Kühne & Nagel (AG & Co.) KG, Landers Werkslogistik GmbH & Co.KG, Probat Werke von Gimborn Maschinenfabrik GmbH, Sparkasse Duisburg, Wilhelm Grillo Handelsgesellschaft mbH, Wittig GmbH.

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Service-Center
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Tel. 0203 2821-0

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