Regionale Ausbildungskonferenz zieht Bilanz: Versorgungslage auf dem Ausbildungsmarkt stabil

(30. Oktober 2013) Auch im Jahr des doppelten Abiturjahrgangs zeigt sich der regionale Ausbildungsmarkt robust. Noch aktuell unversorgten Bewerbern bieten die Konsenspartner individuelle Nachvermittlungsgespräche an. Insgesamt sehen die Mitglieder der Regionalen Ausbildungskonferenz auch in diesem Jahr die Vorgabe erfüllt, allen ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen Bewerbern bis zum Jahresende ein Angebot zu unterbreiten. Um den Übergang von der Schule in den Beruf weiter zu verbessern und den Eintritt in das Erwerbsleben für die Schülerinnen und Schüler möglichst reibungslos zu gestalten, werden zusätzliche Angebote für die Berufs- und Studienorientierung etabliert. Dies ist das Ergebnis der Regionalen Ausbildungskonferenz, die am Mittwoch, 30. Oktober, in der Niederrheinischen IHK tagte.


Der Einschätzung der Konferenzmitglieder – Vertreter der Gebietskörperschaften, der Agenturen für Arbeit Duisburg und Wesel, der Jobcenter Duisburg und Wesel, der Berufskollegs, des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der Industriegewerkschaft Metall, des Unternehmerverbandes Ruhr-Niederrhein, der Handwerkskammer Düsseldorf sowie der Kreishandwerkerschaften und der Niederrheinischen IHK – liegen die aktuellen Kennzahlen des Ausbildungsmarktes zum Stichtag 30. September 2013 zugrunde.


Die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze erreichte auch im aktuellen Ausbildungsjahr sowohl in Industrie, Handel und Dienstleistungen als auch im Handwerk nahezu das hohe Niveau des Vorjahres. Die Partner im Ausbildungskonsens wenden sich allerdings vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung an die Unternehmen und werben nachdrücklich dafür, weiter in Ausbildung zu investieren, um sich so den dringend notwendigen Fachkräftenachwuchs zu sichern. In einigen Branchen und Berufen der Region fehlen bereits heute Bewerberinnen und Bewerber, künftig werde sich diese Tendenz weiter deutlich verstärken. Zur Unterstützung des Nachvermittlungsverfahrens appellieren die Mitglieder der Regionalen Ausbildungskonferenz an Wirtschaft und öffentliche Verwaltung, freie oder auch wieder frei gewordene Lehrstellen weiterhin anzubieten und den Agenturen für Arbeit zu melden. An diejenigen Jugendlichen, die aktuell noch keine Lehrstelle gefunden haben, appellieren die Mitglieder der Regionalen Ausbildungskonferenz, die Chancen der gemeinsamen Nachvermittlung zu nutzen.


Mit der Umsetzung der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ werden die unterstützenden Angebote für Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf ausgebaut, neu geordnet und transparenter gestaltet, werden Jugendliche durch frühzeitige Berufs- und Studienorientierung befähigt, ihre Stärken zu erkennen und den Eintritt in das Erwerbsleben möglichst reibungslos zu gestalten. Durch dieses gemeinsame, abgestimmte Vorgehen der Konsenspartner erhalten die Schülerinnen und Schülern der Klasse acht u.a. zusätzliche Angebote für Potenzialanalysen sowie Berufsfelderkundungen, Gelegenheit, praxisnahe Einblicke in die Berufs- und Arbeitswelt zu erhalten sowie verschiedene Berufe kennenzulernen. Auch Betriebe, die mitmachen, etwa indem sie Schülerinnen und Schülern die Türen in die Berufswelt öffnen und Plätze für Berufsfelderkundungen und betriebliche Praktika anbieten, profitieren dann von beruflich gut orientierten Jugendlichen.


Die Kennzahlen der Arbeitsagenturbezirke Duisburg und Wesel im Einzelnen:


Die Arbeitsagentur Duisburg verzeichnet einen Rückgang der gemeldeten Ausbildungsstellen von 3.254 auf 2.905 (- 10,7 %). Die Zahl der Bewerber stieg um 10,5 % von 3.440 auf 3.802. Ende September waren noch 65 Bewerber ohne Ausbildungsstelle, dies ist ein Zuwachs um 2 bzw. 3,2 %. Den noch unversorgten Bewerbern stehen 128 unbesetzte Berufsausbildungsstellen zur Verfügung, 10,5 % weniger als vor einem Jahr.


Im Arbeitsagenturbezirk Wesel, der die Kreise Kleve und Wesel umfasst, sank die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen gegenüber dem Vorjahr um 2,1 % (86 Stellen) auf 3.933. Die Zahl der Bewerber stieg um 6,1 % auf 6.515. Ende September waren 255 Bewerber noch ohne Ausbildungsstelle, dies ist ein Anstieg um 57 bzw. 33,9 %. Den noch unversorgten Bewerbern stehen 178 unbesetzte Berufsausbildungsstellen zu Verfügung, 17,9 % mehr als vor einem Jahr.

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