Regionale Ausbildungskonferenz tagte in IHK: Chancen für Betriebe und Bewerber

(30. Oktober 2014) Auch nach dem offiziellen Ausbildungsbeginn ist Bewegung auf dem regionalen Ausbildungsmarkt. Die hohe Dynamik der letzten Wochen hält aktuell an. Noch längst sind nicht alle Ausbildungsstellen besetzt. Damit bieten sich Unternehmen und Bewerbern weiterhin Chancen. Die Mitglieder der Regionalen Ausbildungskonferenz betonen die Bedeutung der dualen Ausbildung für die Sicherung des Fachkräftenachwuchses. Sie sehen auch im aktuellen Ausbildungsjahr die Vorgabe erfüllt, allen ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen Bewerbern bis zum Jahresende ein Angebot zu unterbreiten. Dies ist das Ergebnis der Regionalen Ausbildungskonferenz, die am Donnerstag, 30. Oktober 2014, in der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve tagte.

Der Einschätzung der Konferenzmitglieder – Vertreter der Gebietskörperschaften, der Agenturen für Arbeit Duisburg und Wesel, der Jobcenter Duisburg und Wesel, der Berufskollegs, des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der Industriegewerkschaft Metall, des Unternehmerverbandes Ruhr-Niederrhein, der Handwerkskammer Düsseldorf sowie der Kreishandwerkerschaften und der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer – liegen die aktuellen Kennzahlen des Ausbildungsmarktes zum Stichtag 30. September 2014 zugrunde.

Im aktuellen Ausbildungsjahr erreichte die Zahl der von Industrie, Handel und Dienstleistung sowie im Handwerk angebotenen Ausbildungsplätze in etwa das Niveau der letzten Jahre. Ein hohes Ausbildungsengagement der Unternehmen ist, so betonen die Mitglieder der Regionalen Ausbildungskonferenz, eine notwendige Strategie zur Fachkräftesicherung. Die demografische Entwicklung sowie die in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegene Studierneigung der Schulabgänger führen allerdings dazu, dass es immer schwieriger werde, die angebotenen Ausbildungsstellen zu besetzen. In einigen Branchen und Berufen der Region fehlen bereits heute Bewerberinnen und Bewerber, ein Trend, der sich weiter verstärken werde. Um möglichst alle angebotenen Ausbildungsstellen zu besetzten und gleichzeitig die aktuell noch unversorgten Bewerber zu vermitteln, führen die Arbeitsagenturen und Jobcenter Duisburg und Wesel sowie die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer und das Handwerk seit Oktober individuelle Nachvermittlungsgespräche.

Die Konferenzmitglieder appellieren an Wirtschaft und öffentliche Verwaltungen, zur Unterstützung dieses Nachvermittlungsverfahrens die freien oder auch wieder frei gewordenen Lehrstellen weiterhin anzubieten, den Agenturen für Arbeit zu melden und in ihren Ausbildungsanstrengungen nicht nachzulassen. Auch indem vermeintlich schwächeren Bewerbern eine Chance gegeben wird, kann ein Beitrag zur Fachkräftenachwuchssicherung geleistet werden. An die Jugendlichen, die noch eine Lehrstelle suchen, appellieren die Mitglieder der Regionalen Ausbildungskonferenz, die Chancen der gemeinsamen Nachvermittlung zu nutzen.

Die Kennzahlen für die Arbeitsagentur-Bezirke Duisburg und Wesel im Einzelnen:

Die Arbeitsagentur Duisburg verzeichnet einen Rückgang der gemeldeten betrieblichen Ausbildungsstellen von 2.610 auf 2.518 (- 3,5 %). Die Zahl der Bewerber sank um 5,5 % von 3.802 auf 3.591. Ende September waren noch 75 Bewerber ohne Ausbildungsstelle. Dies ist ein Anstieg um 10 bzw. 15,4 %. Den noch unversorgten Bewerbern stehen 312 unbesetzte Berufsausbildungsstellen zur Verfügung, 143,8 % mehr als vor einem Jahr.

Im Arbeitsagentur-Bezirk Wesel, der die Kreise Kleve und Wesel umfasst, stieg die Zahl der gemeldeten betrieblichen Berufsausbildungsstellen gegenüber dem Vorjahr um 4,9 % (180 Stellen) auf 3.861. Die Zahl der Bewerber stieg um 0,9 % auf 6.575. Ende September waren 302 Bewerber noch ohne Ausbildungsstelle, dies ist ein Anstieg um 77 bzw. 34,2 %. Den noch unversorgten Bewerbern stehen 236 unbesetzte Berufsausbildungsstellen zur Verfügung, 58 mehr als vor einem Jahr.

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