Regionale Ausbildungskonferenz: Angebot und Nachfrage zusammenführen

(26. April.2017) Allein in den Kreisen Kleve und Wesel sowie der Stadt Duisburg sind aktuell rund 3.500 Lehrstellen unbesetzt. Zugleich sind bei den Agenturen für Arbeit und Jobcentern Bewerberinnen und Bewerber gemeldet, die bislang noch keinen Ausbildungsplatz finden konnten. Die Partner im Ausbildungskonsens beschlossen einen umfassenden, auf den regionalen Ausbildungsmarkt zugeschnittenen Handlungsplan, der einen besonderen Schwerpunkt setzt, um Angebot und Nachfrage schneller zusammenzuführen. Ziel ist es, jeder Bewerberin und jedem Bewerber ein Angebot zu unterbreiten und Unterstützungsangebote stärker zu nutzen.


Zu dieser Einschätzung gelangten die Mitglieder der Regionalen Ausbildungskonferenz: Vertreter der Gebietskörperschaften Duisburg, Kleve, Wesel, der Agenturen für Arbeit Duisburg und Wesel, der Jobcenter Duisburg, Kreis Wesel und Kreis Kleve, der Berufskollegs, des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der Industriegewerkschaft Metall, des Unternehmerverbandes Ruhr-Niederrhein, der Handwerkskammer Düsseldorf sowie der Kreishandwerkerschaften und der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve. 


Die Mitglieder der Regionalen Ausbildungskonferenz betonen die Bedeutung der dualen Berufsausbildung für die Fachkräftesicherung der Wirtschaft der Region. Sie appellieren an Wirtschaft und Verwaltung, Möglichkeiten zur Steigerung des Ausbildungsengagements zu prüfen und offene Lehrstellen den Agenturen für Arbeit und Jobcentern zu melden. Ende März waren im Arbeitsagenturbezirk Duisburg etwas weniger Ausbildungsstellen als im Vorjahr gemeldet, in den Kreisen Wesel und Kleve dagegen etwas mehr. Auf dem Ausbildungsmarkt herrscht zu diesem frühen Zeitpunkt noch viel Bewegung, zumal einige Betriebe ihre gemeldeten Ausbildungsstellen erfahrungsgemäß erst nach Ostern besetzen. Die hohe Zahl der im Frühjahr unbesetzten betrieblichen Lehrstellen und der unversorgten Bewerber weist auf zunehmende Passungsprobleme auf dem Ausbildungsmarkt hin. Bereits heute sehen sich vor allem kleine und mittlere Unternehmen vor dem Hintergrund der anhaltenden Tendenz zum Studium sowie sinkender Schulabgängerzahlen mit Schwierigkeiten konfrontiert, die von ihnen angebotenen Lehrstellen zu besetzen. Die Konsenspartner unterstützen die Unternehmen gezielt bei der Suche und Besetzung der offenen Stellen.


Die Mitglieder der Regionalen Ausbildungskonferenz appellieren an die Ausbildungsbetriebe, verstärkt auch schwächeren Bewerbern und jugendlichen Flüchtlingen eine Chance zu geben. Mit „ausbildungsbegleitenden Hilfen“ und „assistierter Ausbildung“ stehen zudem Förderangebote zu Verfügung, um Betriebe und Auszubildende auch während der Ausbildung zu unterstützen. 


Die Partner appellieren an die Jugendlichen, sich nicht nur auf den Wunschberuf zu fokussieren, sondern die vielfältigen Informations- und Beratungsangebote intensiv zu nutzen und sich vor dem Hintergrund der aktuell zahlreichen Angebote auch offen für alternative attraktive Berufsbilder zu zeigen.


Auf den Internetseiten der Agenturen für Arbeit (www.arbeitsagentur.de), der Handwerkskammer Düsseldorf (www.hwk-duesseldorf.de) und der Niederrheinischen IHK (www.ihk-lehrstellenboerse.de) finden sich die aktuell noch unbesetzten Ausbildungsstellen.
Betriebe, die noch Auszubildende suchen, können ihre Angebote auf den Internetseiten der Handwerkskammer und der Niederrheinischen IHK hinterlegen bzw. per Mail den Agenturen für Arbeit Duisburg und Wesel sowie dem Jobcenter Kreis Kleve melden.  


Für
-       die Agentur für Arbeit Duisburg und das Jobcenter Duisburg: duisburg.arbeitgeber@arbeitsagentur.de
-       die Agentur für Arbeit Wesel mit den Kreisen Kleve und Wesel und das Jobcenter Kreis Wesel im Rahmen des    gemeinsamen Arbeitgeberservices: wesel.arbeitgeber@arbeitsagentur.de
-       das Jobcenter Kreis Kleve: arbeitgeberservice@kreis-kleve.de