Regionale Ausbildungskonferenz

(02. November 2016) Die Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt ist geprägt durch das Thema Fachkräf-tenachwuchssicherung. Die Unternehmen setzen gezielt auf die duale Ausbildung und steigern ihr Lehrstellenangebot gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig stieg in der Region auch die Zahl der Bewerber. Den aktuell noch unversorgten Bewerbern bieten die Konsenspartner individuelle Gespräche zur Nachvermittlung an. Die Mit-glieder der Regionalen Ausbildungskonferenz sehen auch in diesem Jahr die Vor-gabe erfüllt, allen Bewerbern bis zum Jahresende ein entsprechendes Angebot zu unterbreiten. Dies ist das Ergebnis der Regionalen Ausbildungskonferenz, die am Mittwoch, 2. November, in der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Du-isburg-Wesel-Kleve tagte.

Der Bewertung durch die Konferenzmitglieder – Vertreter der Gebietskörperschaften, der Agenturen für Arbeit Duisburg und Wesel, der Jobcenter Duisburg, Wesel und Kleve, der Berufskollegs, des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der Industriegewerkschaft Metall, des Unternehmerverbandes Ruhr-Niederrhein, der Handwerkskammer Düsseldorf sowie der Kreishandwerkerschaften und der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer – liegen die aktuellen Kennzahlen des Ausbildungsmarktes zum Stichtag 30. September zu grunde.

Im Frühjahr beschloss die Regionale Ausbildungskonferenz Maßnahmen zur Stärkung der dualen Ausbildung. Im Vordergrund standen hierbei die Steigerung der bei den Arbeitsagenturen gemeldeten betrieblichen Ausbildungsplätze, abgestimmte Konzepte zur Vermittlung und Nachvermittlung von jungen Bewerbern sowie die Stärkung der Berufsori-entierung mit dem Ziel eines besseren Übergangs von der Schule in Ausbildung. Im Rahmen der Herbstsitzung zogen die Mitglieder der Regionalen Ausbildungskonferenz Bilanz.

Um dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die eigene wirtschaftliche Position auch langfristig sichern zu können, steigerte die Wirtschaft im aktuellen Ausbildungsjahr das Lehrstellenangebot. Die Unternehmen der Region meldeten den Agenturen für Arbeit Duisburg und Wesel gegenüber dem Vorjahr in der Summe mehr Ausbildungs-stellen als noch im Vorjahr. Gleichzeitig stieg die Zahl der Bewerber in der Stadt Duisburg und den Kreisen Wesel und Kleve. In einer Gemeinschaftsaktion bieten die Arbeitsagenturen und Jobcenter sowie die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer und das Handwerk den noch nach Ausbildungsstellen suchenden Jugendlichen Nachvermittlungsgespräche an. Vorrangiges Ziel ist dabei, das betriebliche Angebot und die Nachfrage der Jugendlichen zusammenzuführen. Zudem wird die Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ in den drei Gebietskörperschaften flächendeckend umgesetzt. Unter anderem mit Potenzialanalysen und Berufsfelderkundungen werden die Schülerinnen und Schüler der allgemeinbildenden Schulen systematisch und gezielt frühzeitig auf die Berufswahl vorbereitet.

Die Konferenzmitglieder appellieren an Wirtschaft und öffentliche Verwaltungen, zur Unterstützungdes laufenden Nachvermittlungsverfahrens noch freie und auch wieder frei gewordene Lehrstellen weiterhin anzubieten und den Agenturen für Arbeit zu melden. Gleichzeitig appellieren die Mitglieder der Regionalen Ausbildungskonferenz an diejenigen Jugendlichen, die aktuell noch keine Lehrstelle gefunden haben, die Chancen der gemeinsamen Nachvermittlung zu nutzen.

Die Kennzahlen der Arbeitsagenturbezirke Duisburg und Wesel im Einzelnen:
Der Agenturbezirk Duisburg verzeichnete einen leichten Rückgang der gemeldeten Ausbildungsstellenvon 2.986 im letzten Berichtsjahr auf 2.902 (- 2,8 %), davon sind 2.637 betrieblicheAusbildungsstellen, 0,4 % weniger als im letzten Jahr (11 Stellen).Die Zahl der Bewerber/innen erhöhte sich um 1,9 % von 3.603 auf 3.673. Ende Septemberwaren 51 Bewerber/innen noch ohne Ausbildungsstelle, dies ist ein Rückgang um 29,2 %(21 Bewerber/innen). Ihnen stehen noch 137 unbesetzte Ausbildungsstellen zur Verfügung,28,6 % weniger als vor einem Jahr.Im Bezirk der Agentur für Wesel, der die Kreise Kleve und Wesel umfasst, stieg die Zahlder gemeldeten Berufsausbildungsstellen gegenüber dem Vorjahr um 3,7 % (148 Stellen)auf 4.108. Davon sind 3.884 betriebliche Ausbildungsstellen, 153 oder 4,1 % mehr als imletzten Jahr.Die Zahl der Bewerber stieg um 1,7 % auf 6.557. Ende September waren 512 Bewerbernoch ohne Ausbildungsstelle, dies ist eine Zunahme um 188bzw. 58 %. Davon kamenrund 80 % aus den Jobcentern. Ihnen standen noch 263 unbesetzte Ausbildungsstellenzur Verfügung, 13,4 % mehr als vor einem Jahr.

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