Politische Kehrtwende bei Autohaus-Ansiedlung / IHK sieht Millionen-Investition gefährdet

( 4. April 2014) Die Ansiedlung eines Autohauses in Duisburg auf dem Gelände südlich der Mercatorstraße war auf einem guten Weg – im engen Zusammenspiel mit der Stadt. Alle bisherigen Abstimmungen zum notwendigen Bebauungsplanbeschluss waren positiv und einstimmig. Doch zur Überraschung votierten CDU, Grüne und FDP in einer Abstimmung der Bezirksvertretung Mitte gegen den Bebauungsplan. Die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer befürchtet, dass dem eine Mehrheit im Rat am kommenden Montag folgen könnte.

IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger: „Mal hü, mal hott bei wichtigen Investitionen – das geht gar nicht. Duisburg braucht Arbeitsplätze. Und Unternehmen brauchen Verlässlichkeit.“ Besonders verärgert ihn, dass bislang alle Signale auf Grün standen. So wurde das Grundstück bereits von dem aus Oberhausen stammenden Unternehmen für die Errichtung eines Autohauses erworben, nachdem die Stadt diese Fläche hierfür ausdrücklich empfohlen hatte. Zunächst 35 neue Arbeitsplätze würden geschaffen, mittelfristig sollen es 50 sein, dazu zehn Ausbildungsplätze. Das alles würde bei einer Ablehnung des Bebauungsplans entfallen. „Dabei brauchen wir so dringend mehr Beschäftigung und auch berufliche Perspektiven für junge Menschen. Schließlich weist Duisburg eine der höchsten Arbeitslosenquoten in NRW auf“, so Dietzfelbinger.

Würde in der anstehenden Ratssitzung eine Mehrheit gegen den Bebauungsplan stimmen, würde nicht nur eine Investition von über sechs Millionen Euro verhindert: Mehr noch – der Wirtschaftsstandort Duisburg würde auf Dauer schweren Schaden nehmen. Planungssicherheit und Verlässlichkeit wären zukünftig in Frage gestellt. „Dies wäre ein verheerendes Signal an alle Investoren, die sich für Duisburg interessieren“, so Dietzfelbinger. Er appelliert daher, den Weg für die Neuansiedlung des Autohauses nicht zu verhindern oder zu verzögern.

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