PI IHK-Verkehrsausschuss sieht Handlungsbedarf bei Brückensanierung

(22.Februar 2017) Angesichts der anstehenden und bereits laufenden Baumaßnahmen an den maroden Brücken im Duisburger Stadtgebiet, haben die Unternehmerinnen und Unternehmer im Verkehrsausschuss der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve an die Stadtverwaltung appelliert, jetzt die wichtigsten Projekte zu identifizieren und schneller voranzubringen. Die Ausschussmitglieder schauen besorgt auf die Verkehrssituation in Duisburg. Viele Schwachstellen seien seit Jahren bekannt.  


Spätestens seit im Juni vergangenen Jahres der Verkehr am Ruhrorter Brückenzug einspurig und auf Tempo 30 begrenzt wurde, sind die Einschränkungen für die Logistiker im Ruhrorter Hafen deutlich spürbar: Über die fünf Brücken erreichen mehr als 3.500 Lkws täglich die Unternehmen, Verladestellen und Terminals im Hafengebiet. Erst 2019 soll mit der notwendigen Erneuerung der Hafenkanal- und Ruhrbrücke begonnen werden. Die ursprünglichen Planungen sahen einen Abschluss der Bauarbeiten bereits bis 2019 vor. Auch eingeschränkt werde der Verkehr bald an der maroden Brückenrampe am Marientor laufen, fürchten die Unternehmensvertreter im IHK-Verkehrsausschuss. Und die Verzögerungen bei der Planung der alternativen Zufahrtsroute zum Hafen über die Vohwinkelstraße sorgen ebenfalls für Diskussionsstoff.  

„Der Brückenzustand ist wie ein Pulverfass, dem das Feuer immer näher kommt“, mahnt der Ausschussvorsitzende Dr. Peter Langenbach. „Wenn nur eine dieser Problemstellen langfristig ausfallen sollte, ist die Erreichbarkeit für viele Unternehmen massiv eingeschränkt. Als Logistiker leben wir von der guten Erreichbarkeit. Diese dürfen wir nicht aufs Spiel setzen.“  

Angesichts der bevorstehenden langfristigen Arbeiten – und den damit verbundenen, unvermeidlichen Verkehrsbehinderungen – an der A40 und der A59 würden die kommenden zehn Jahre den Logistikern viel Flexibilität bei der Verkehrsplanung abverlangen. „Bis die Arbeiten an den Autobahnen richtig beginnen, sollten wir in Duisburg alles daran setzen, die bestehenden kommunalen Schwachstellen zu beseitigen“, nimmt Langenbach die Stadt Duisburg in die Pflicht. Durch ihre Lage zwischen fünf Autobahnen und mit dem Umschlagsplatz Binnenhafen biete die Stadt Duisburg ideale Voraussetzungen, auch in Zukunft der multimodale Verkehrsknoten in der Region zu sein. Dafür müssten die Sanierungsarbeiten aber ganz oben auf der Prioritätenliste stehen. Angesichts der anstehenden und bereits laufenden Baumaßnahmen in der Stadt sei aus Unternehmenssicht auch ein koordiniertes Baustellenmanagement unerlässlich. Dafür seien die Bemühungen auf Seiten der Verantwortlichen jedoch leider ins Stocken geraten.  


Anlässlich ihrer turnusgemäßen Sitzung diskutierten die Logistikexperten der Region diese und weitere Themen mit dem FDP-Fraktionsgeschäftsführer im Landtag von Nordrhein-Westfalen, Christof Rasche.