Neuer IHK-Statistikbericht zeigt: Hafenumschlag im Kreis Kleve wächst

(29. Juni 2016) 30 Prozent des industriellen Energieverbrauchs in NRW entfallen auf den Niederrhein, 50.000 junge Menschen studieren an einer der Hochschulen, zwei Millionen Übernachtungen zählten die Beherbergungsbetriebe, 59 Millionen Güter wurden in den Häfen am Niederrhein in 2015 per Schiff umgeschlagen. Mit diesen und vielen weiteren Zahlen zeichnet der Statistikbericht „Der Niederrhein in Zahlen 2015/16“, herausgegeben von der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve, ein Bild der Region.

Der Niederrhein ist ein interessanter Hochschulstandort, führendes Logistikdrehkreuz, ein beliebtes Tourismusziel und eine energieintensive Industrieregion. Ein Blick auf die Zahlen verrät aber auch, worin die Herausforderungen liegen. Die Diagramme zum demografischen Wandel zeigen zum Beispiel sehr deutlich, dass sich die Region in Zukunft auf einen sinkenden Anteil der erwerbsfähigen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung einrichten muss. Den Prognosen zufolge wird der Anteil im Kreis Kleve in den nächsten 20 Jahren von 67 Prozent auf 57 Prozent sinken. Im Kreis Wesel wird er dann bei 55 Prozent und in Duisburg bei 61 Prozent liegen.

Güterumschlag steigt um zehn Prozent

Positiv fallen im Kreis Kleve die Zahlen zu den Wirtschaftssektoren Verkehr und Transport auf. Der Güterumschlag per Schiff konnte im Hafen Emmerich in 2015 um rund zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. „Mit dem aktuellen Umschlagsvolumen hat der Hafen in Emmerich nun allerdings seine Kapazitätsgrenze erreicht“, so Dr. Andreas Henseler, Leiter der IHK-Zweigstelle in Kleve. „Land und Bezirksregierung sind jetzt gefordert, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die als entwickelungswürdig eingestuften Potenziale im Hafen- und Logistikkonzept des Landes auch erschlossen werden können.“ Aber nicht nur im Güter- sondern auch im Personenverkehr geht der Trend am Wirtschaftsstandort Kleve nach oben. So zählte der Airport Weeze im Jahr 2015 1,9 Millionen Fluggäste und verzeichnet damit einen Zuwachs von über fünf Prozent im Vergleich zu 2014.

Existenzgründer als Motor für die Wirtschaft

Die Gewerbeanmeldungen blieben im Kreis Kleve in etwa auf dem Vorjahresniveau. Darin spiegelt sich die Zurückhaltung bei Unternehmensgründungen wider. „Mit unserem Startercenter und einem umfangreichen Beratungsangebot vor Ort wollen wir motivierte Existenzgründer auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit unterstützen und ihnen Mut machen“, so Henseler. „Sie sind wichtig, um den Wohlstand in der Region zu sichern und die Arbeitslosigkeit weiter zu senken.“

Die Broschüre steht zum Download zur Verfügung unter www.ihk-niederrhein.de/Wirtschaftsdaten oder kann kostenlos bestellt werden. Kontakt: Susanne Hoß, Telefon 0203 2821-338, E-Mail hoss@niederrhein.ihk.de.

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