Kreis Wesel, IHK und Einzelhandelsverband fordern Stop der Planungen für FOC in Hamborn

(30. September 2013) Ungeachtet der aktuellen Diskussion um den Projektentwickler steht das Factory Outlet Center (FOC) in Duisburg-Hamborn auch aus fachlichen Gründen weiter in der Kritik. Die Bürgermeister der Städte und Gemeinden sowie der Landrat des Kreises Wesel, die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve sowie der Einzelhandels- und Dienstleistungsverband Niederrhein haben gemeinsam Stellung gegen den Bau des Centers im Duisburger Norden bezogen und fordern, die Planungen für das FOC an diesem Standort einzustellen.

In einer schriftlichen Erklärung richten sie sich an die Spitzen aus Politik und Verwaltung der Stadt Duisburg. Darin kritisieren sie die Planungen, auf den Flächen der ehemaligen Rhein-Ruhr-Halle, des Stadtbades und der Wohnsiedlung „Am Zinkhüttenplatz“ ein Direktverkaufszentrum mit mindestens 25.000 Quadratmetern Verkaufsfläche zu errichten. Ein solches Vorhaben gefährde die Funktionsfähigkeit der Innenstädte und konterkariere sowohl öffentliche als auch private Investitionen. Darüber hinaus führe die Ansiedlung großflächiger Einzelhandelsbetriebe an städtebaulich ungeeigneten Standorten nicht selten zur Aufgabe von Einzelhandelsstandorten in den Zentren. Von den Planungen in Hamborn sei aber nicht alleine die Duisburger City betroffen, sondern die Innenstädte in der gesamten Region, so die Unterzeichner des Papiers.

Diese fordern die Stadt Duisburg auf, auch die Belange benachbarter Kommunen zu berücksichtigen und die Planungen für ein FOC mit seinen Risiken für die gesamte Region einzustellen. Ziel müsse es vielmehr sein, solidarisch auf großflächige Handelsansiedlungen außerhalb der innerstädtischen Lagen zu verzichten.

Ihr Ansprechpartner
Service-Center
Service-Center

Tel. 0203 2821-0

E-Mail: ihk@niederrhein.ihk.de

Weitere Ansprechpartner