IHK zur Gewerbesteuer-Debatte in Hamminkeln: Gegen Erhöhung durch die Hintertür

(4. Februar 2015) Angesichts der heftigen Debatte in Hamminkeln um die geplante Erhöhung der Gewerbesteuer um 22 Punkte rückwirkend für 2015 rät die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve zu mehr Sachlichkeit. „Steuererhöhungen, erst recht durch die Hintertür, schaden dem Wirtschaftsstandort“, warnt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger mit Blick auf die Ratssitzung am Donnerstag, 5. Februar.

Die Unternehmen bräuchten verlässliche Rahmenbedingungen. Deshalb sei es wichtig, dass in der aktuellen Diskussion eine Debatte um weitere Sparanstrengungen der Kommune nicht vernachlässigt werden dürfe. Die IHK erinnerte zudem daran, dass durch die nachträgliche Erhöhung der Gewerbesteuer die Unternehmen doppelt belastet würden. Vielen Unternehmen, die von der bereits fest geplanten Grundsteuererhöhung in Mitleidenschaft gezogen werden, würden nun zusätzliche Lasten aufgebürdet.

Wenn man Unternehmen und deren Mitarbeiter am Standort halten oder sogar neue Betriebe ansiedeln wolle, müsse die Politik andere Signale aussenden. Priorität habe die Senkung der kommunalen Ausgaben. Dietzfelbinger: „Die Unternehmen brauchen ein investitionsfreundliches Umfeld, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Wer jetzt die Steuern erhöht, bremst die Konjunktur weiter ab und schadet letztlich auch durch ausbleibende Steuereinnahmen dem kommunalen Haushalt nachhaltig.“

Ihr Ansprechpartner
Service-Center
Service-Center

Tel. 0203 2821-0

E-Mail: ihk@niederrhein.ihk.de

Weitere Ansprechpartner