IHK stellt Aktion „Heimat shoppen“ vor: Kampagne in den Innenstädten und Stadtteilzentren am 11. und 12. September

[V. l.: IHK-Geschäftsführer Michael Rüscher, Andreas Eickhoff, Vorsitzender Stadtmarketing Dinslaken e. V., Lars Hoffmann, Inhaber City Electronicer, Duisburg, IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger freuen sich auf die Aktion Heimat shoppen im September.]

[V. l.: IHK-Geschäftsführer Michael Rüscher, Andreas Eickhoff, Vorsitzender Stadtmarketing Dinslaken e. V., Lars Hoffmann, Inhaber City Electronicer, Duisburg, IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger freuen sich auf die Aktion Heimat shoppen im September.]

Mit 12.000 Einzelhandelsunternehmen und rund 28.500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Duisburg und den Kreisen Kleve und Wesel hat der Handel für den Niederrhein eine zentrale Bedeutung. Er ist Arbeitgeber und Berufsausbilder, sorgt für Lebensqualität in Innenstädten und Stadtteilzentren, unterstützt Vereine und soziale Projekte oder sorgt für die Weihnachtsbeleuchtung. Auf der Pressekonferenz am 11. August in Duisburg stellte die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve ihre Aktion „Heimat shoppen“ vor, durch die der Handel gestärkt und die Kunden auf die vielfältigen Funktionen des Einzelhandels aufmerksam gemacht werden sollen. 51 Werbegemeinschaften in 29 Kommunen machen bei den Eventtagen am 11. und 12. September mit und bieten eigene Aktionen an.

Nach dem produzierenden Gewerbe und den Dienstleistungen ist der Einzelhandel der drittgrößte Arbeitgeber am Niederrhein. Hinzu kommen rund 2.000 junge Menschen, die derzeit im Einzelhandel ausgebildet werden. „Der Einzelhandel hat eine große Bedeutung in unserer täglichen Arbeit. Wir unterstützen die einzelnen Händler vor Ort genauso wie die Werbegemeinschaften oder Stadtmarketinginitiativen. Mit der Aktion „Heimat shoppen“, leisten wir einen Beitrag, um den Einzelhandel zu stärken“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger. Denn das Kaufverhalten der Kunden hat sich entschieden verändert. Die Ansprüche sind gestiegen, Produkte und Preise werden verglichen, die Auswahl ist groß wie nie. Hinzu kommt der demografische Wandel: Mit einer immer älter werdenden und schrumpfenden Bevölkerung nehmen auch Kundschaft und Kaufkraft ab. Aber nicht nur das Kundenverhalten, auch die Struktur des Einzelhandels verändert sich. Nicht mehr kleine Fachgeschäfte, sondern mehrere 1.000 Quadratmeter große Verbrauchermärkte, Franchiseunternehmen und Filialisten übernehmen das Geschäft – häufig außerhalb der Innenstädte und damit zum Nachteil der Citys und Stadtteilzentren. Hier nimmt der Ladenleerstand zu und die Kundenanzahl geht zurück. Die City verödet.

Ein weiterer Einflussfaktor ist der Online-Handel. Während der Gesamtumsatz des deutschen Einzelhandels selbst kaum noch wächst, nimmt der Online-Anteil am Gesamtumsatz rasant zu – derzeit liegt er laut Handelsverband Deutschland bei zehn Prozent, damit hat er sich innerhalb der letzten vier Jahre mehr als verdoppelt. Tendenz weiter steigend. Da die Margen im Handel gering ausfallen, sind diese Wachstumsquoten und Anteile beträchtlich. „Der Online-Handel gilt derzeit als Schreckgespenst für den Fortbestand des stationären Handels. Dabei wird vergessen, dass es Veränderungen in der Handelslandschaft schon vorher gab und nach wie vor gibt. Es reicht einfach nicht mehr aus, einen Laden zu öffnen und zu warten, dass die Kundschaft kommt“, so Dietzfelbinger.

Einkaufen ist heute ein Erlebnis und Freizeitgestaltung – genau hier kann der stationäre Handel mit seinen Stärken punkten: persönliche Beratung, Preisgestaltung und das Schaffen von Einkaufserlebnissen. Lars Hoffmann, Inhaber von City Electronicer in der Duisburger Altstadt, unterstreicht das und stellt aus Sicht des Einzelhändlers heraus: „Wir als Händler müssen täglich hart daran arbeiten, die Erwartungen der Kunden zu erfüllen. Mit unserer Beratungskompetenz haben wir dabei ein Ass im Ärmel, das der Online-Handel nicht bieten kann.“

Der Handel ist, zusammen mit der Gastronomie und den Dienstleistern, entscheidender Entwicklungsfaktor für die Lebensqualität von Innenstädten und Stadtteilzentren. Handel, Gastronomie und Dienstleister engagieren sich und sponsern oftmals Sportvereine, soziale Projekte oder Stadtfeste und sorgen für Straßendekorationen mit Blumen und Beleuchtung. „Mit der Aktion ,Heimat shoppen‘ wollen wir die Kunden auch auf diese anderen Funktionen des Handels aufmerksam machen. Ein Einkauf im örtlichen Handel ist somit eine Investition in die eigene Lebensqualität“, so IHK-Geschäftsführer Michael Rüscher, der die Kampagne leitet.

Für Andreas Eickhoff, Vorsitzender des Stadtmarketing Dinslaken e. V. und selbst Mode- und Lederwarenhändler, war es keine Frage, hier mitzumachen: „Dinslaken beteiligt sich an der ,Heimat shoppen‘-Aktion, weil wir die Notwendigkeit sehen, auf die Besonderheiten des lokalen Einzelhandels aufmerksam zu machen.“

Am Niederrhein beteiligen sich 51 Werbegemeinschaften in 29 Kommunen, die am 11. und 12. September eigene Aktionen anbieten. Das reicht vom roten Teppich, der für die Kunden im Wallquartier in Duisburg ausgerollt wird über Fotoaktionen in Moers mit Auszubildenden und Kunden unter dem Motto „Ich bin Heimat Shopper, weil...“ bis hin zu einem Straßenfest in Goch oder einem Schnäppchenmarkt in Emmerich am Rhein.

Die IHK liefert dazu an alle Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleister, die mitmachen, entsprechende Werbematerialien: 120.000 Flyer, 90.000 Einkaufstaschen mit dem Aufdruck „Ich bin Heimat Shopper“ und 6.000 Plakate mit Logo und Aufdruck „Ich bin ein Heimat Shop“.

Über alle Aktionen und die aktuellen Termine können sich die Kunden zudem via Facebook informieren. Die IHK hat dazu eine eigene Fanpage „Heimat shoppen am Niederrhein“ eingerichtet (www.facebook.com/heimatshoppenamniederrhein).

Auszug aus dem Programm (Stand 11. August 2015)

Duisburg, 11. und 12. September

  • Das Wallquartier rollt den roten Teppich aus! Von Krabbenpuhlen um die Wette, Kindermaltischen, Kuchenbuffet für einen guten Zweck bis Live-Fertigung eines Brautkleides.
  • Die inhabergeführten Fachgeschäfte der Gemeinschaft „Am Schlenk“ bieten am 11. September verschiedene Aktionen an: Rund um die Gesundheit (Fußscan, Krankengymnastik, Blutdruckmessung, optimale Ernährung), Testen von Schneidwerkzeugen und Reiben, Verkostung von vegetarischen und veganen Produkten.
  • Duisburg-Neumühl: Festzelt, Kinderfest
  • Duisburg-Friemersheim: Deko-Aktion „Bunte Fahrräder in der Innenstadt“

Emmerich am Rhein, 11. und 12. September

  • Schnäppchenmarkt: Auf Tischen vor ihren Geschäften bieten die Einzelhändler ihre Schnäppchen an.
  • Meile der Vereine (u. a. Sportverein, Fördervereine, Tierschutzverein

Geldern, 11. und 12. September

  • Schaufensteraktion für einen guten Zweck
  • Infostände von Vereinen

Goch, 11. September

Öffnungszeiten bis 20 Uhr für einen nahtlosen Übergang ins Abendprogramm

  • Kleinkünstler rahmen die Sonderaktionen der Einzelhändler bunt ein
  • Abends Party und Konzert mit Live-Band

Moers, 12. September

  • Fotoaktion mit Kunden: „Ich bin Heimat Shopper, weil…“
  • Fotoaktion mit allen Azubis und Praktikanten im Einzelhandel zum Motto: „Ohne Einzelhandel keine Ausbildungsplätze“
  • Verteilung von frischen Äpfeln mit Aufkleber „Heimat shoppen“
  • Sonderaktionen in den Geschäften

Uedem, 11. und 12. September

  • Gemeinsames Grillen, großes Gewinnspiel, Luftballondekoration


„Heimat Shoppen“ ist eine Aktion der Niederrheinischen IHK, die unterstützt wird von der Sparkasse Duisburg, dem Einzelhandels- und Dienstleistungsverband Niederrhein e. V. und dem Einzelhandelsverband Kleve e. V.

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Beschäftigtenzahlen im Einzelhandel (ohne Handel mit KFZ) zum Stichtag 31.12.2014. Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit

Bildnachweis: Ullrich Sorbe (von oben links nach unten rechts)

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