IHK fordert: Breitbandausbau am Niederrhein

(11. Januar 2016) Immer mehr Unternehmen sind in ihrem Alltagsgeschäft auf schnelle Datenleitungen angewiesen. Am Niederrhein ist die Internetverbindung für Betriebe und private Haushalte insgesamt unzureichend. Die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve (IHK) begrüßt daher das Aktionsprogramm von NRW, wonach Fördermittel in Höhe von etwa 500 Millionen Euro durch Bund und Land zur Verfügung gestellt werden, um den Breitbandausbau zu beschleunigen. Das NRW-Wirtschaftsministerium stellte am Montag, 11. Januar, in Wesel das Programm zum Ausbau des schnellen Internets vor.

Die Niederrheinische IHK fordert die Kommunen auf, bei den Fördermittelanträgen einen besonderen Fokus auf die Gewerbegebiete zu legen. Diese befinden sich oftmals außerhalb der dicht besiedelten Zentren und sind deshalb stark unterversorgt. Die Region sollte dabei auf Glasfaserkabel setzen, da Kupferkabel langfristig die Wettbewerbsbedingungen am Standort nicht ausreichend sichern. Der Bund verteilt Fördermittel für den Breitbandausbau und entscheidet maßgeblich über deren Bewilligung, das Land NRW stockt die Förderung dann auf. Das heißt, die Kommunen im verhältnismäßig gut versorgten Nordrhein-Westfalen müssen sich im Kampf um die Fördergelder mit anderen Regionen in Deutschland messen lassen. Um die genauen Bedarfe in den Gewerbegebieten zu ermitteln, kündigte die Niederrheinische IHK an, eine Befragung durchzuführen.

Nur etwa jedes dritte Unternehmen in Deutschland verfügt über einen schnellen Internetanschluss von mindestens 30 Megabit pro Sekunde. Am Niederrhein sind in 15 von 30 Kommunen weniger als 50 Prozent der Haushalte und Unternehmen an eine schnelle Datenleitung angeschlossen. Selbst an dichtbesiedelten Standorten wie Duisburg gibt es Nachbesserungsbedarf. Die Unternehmen haben einen hohen Bedarf an schnellen Internetverbindungen, denn die Anzahl der Betriebe, deren Produktion unmittelbar von der Datenleitung abhängt, steigt rapide. Ohne sie sind moderne Dienstleistungsangebote und die Produktion individualisierter Güter nicht denkbar.

Informationen zum Fördermittelprogramm sowie zur geplanten Breitband-Umfrage erhalten Interessierte von Dr. Ansgar Kortenjann, E-Mail kortenjann@niederrhein.ihk.de, Telefon 0203 2821-368.

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