IHK-Vertreter im Dialog mit Landtagsabgeordneten

(1. Dezember 2017) Abgeordnete aus den Kreisen Wesel, Kleve sowie der Stadt Duisburg diskutierten am Donnerstag, 30. November, im Landtag mit Unternehmern vom Niederrhein über die wirtschaftlichen Bedingungen in der Region. Die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve hatte bei diesem Treffen einen Zehn-Punkte-Plan zur Stärkung des Niederrheins vorgelegt. Themen waren unter anderem größere Anstrengungen zur Instandhaltung der Infrastruktur, die Verbesserung des Baustellenmanagements, die Stärkung der Hafenstandorte sowie der Fachkräftemangel.

[IHK-Präsident Burkhard Landers (2.v.r) und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger (2.v.l.) gemeinsam mit weiteren IHK-Vertretern im Gespräch mit Landtagsabgeordneten über die wirtschaftlichen Bedingungen in der Region.

[IHK-Präsident Burkhard Landers (2.v.r) und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger (2.v.l.) gemeinsam mit weiteren IHK-Vertretern im Gespräch mit Landtagsabgeordneten über die wirtschaftlichen Bedingungen in der Region.

Foto: Niederrheinische IHK ]

„Es gibt viele Themen, die gerade für den Niederrhein besonders wichtig sind und bei denen wir mit den gewählten Vertretern unserer Region im Landtag eine große Einigkeit erzielen konnten“, unterstrich IHK-Präsident Burkhard Landers und lobte die beispielhafte Bereitschaft aller Beteiligten sich über Parteigrenzen hinweg zum Wohle der Region einzusetzen. Ausgangspunkt für das Treffen mit den neu- und wiedergewählten Landtagsabgeordneten waren die anstehenden Herausforderungen in Wirtschaft und Gesellschaft, denen sich die Unternehmen ebenso wie die Städte und Gemeinden am Niederrhein stellen müssen. Mit dem Zehn-Punkte-Plan der Niederrheinischen IHKkonnten die Beteiligten über konkrete Handlungsempfehlungen sprechen, wie die Wettbewerbschancen der Region zukünftig weiter verbessert werden können.

Verkehrswege und Netzausbau vorantreiben

Vor allem die desolate Situation bei Verkehrswegen und Brückenbauwerken macht schnelles und koordiniertes Handeln erforderlich. So müssen schnellere Planungsverfahren ermöglicht und Baustellen besser koordiniert werden. Auch die Wasserstraße Rhein ist eines der Pfunde unserer Region. Er ist Lebensader und identitätsstiftend. Beim Thema Breitbandausbau ist es Zeit für ein klares Bekenntnis zu Glasfaser und eine schnelle Umsetzung des Netzausbaus. Nur so können die Unternehmen auch künftig im Wettbewerb mithalten. „Wir wollen zusammen die Stärken stärken“, so Dr. Günther J. Bergmann, CDU-Abgeordneter aus dem Kreis Kleve. Für die FDP ergänzte Stephan Haupt, Abgeordneter aus dem Kreis Kleve: „Eine leistungsfähige Infrastruktur ist dafür unerlässlich.“

Unterstützung für Industrie stärkt Innovationspotenzial

Die aktuelle Konsolidierung im Stahlsektor macht deutlich, wie stark die heimische Industrie auf gute Standortvoraussetzungen und eine hohe Akzeptanz angewiesen ist. Verschärfungen und Sonderwege im Umwelt-, Klima- und Energiebereich schadeten den hochgradig innovativen, jedoch energieintensiven Industriebetrieben im nationalen und internationalen Wettbewerb. „Stabile Arbeitsplätze und Teilhabe sind wichtig für unsere Gesellschaft. Die Industrie ist dafür in unserer Region seit jeher ein wichtiger Partner. Wir setzen uns dafür ein, dass dies auch künftig so bleibt“, sagte der Duisburger SPD-Abgeordnete Rainer Bischoff.

Gute Nachbarschaft zu Niederlande und Metropolregionen

Als besondere Stärke des Niederrheins betonten alle Beteiligten die Lage zwischen den Metropolregionen Rheinland und Ruhrgebiet sowie die direkte Nachbarschaft zu den Niederlanden als Nordrhein-Westfalens Handelspartner Nr. 1. Gerade in der grenzübergreifenden Zusammenarbeit sowie den Aktivitäten der in 2017 etablierten Metropolregion Rheinland liegen große Chancen, das regionale Standortprofil des Niederrheins weiterzuentwickeln.

Die Landtagsabgeordneten und die Vertreter der IHK verabredeten, den intensiven Dialog zur Weiterentwicklung des Niederrheins künftig fortzusetzen. Eine starke Wirtschaft, eine leistungsfähige Infrastruktur und ein Niederrhein als Schnittstelle zwischen Rheinland, Ruhrgebiet und den Niederlanden sind für alle Seiten ein Gewinn, erklärten alle.