Handlungsprogramm zur Stärkung des Ausbildungsmarktes erfolgreich umgesetzt

(29. Oktober 2015) Sinkende Bewerberzahl trifft auf stabiles Lehrstellenangebot. Gemeinsame Nachvermittlungsaktion für noch unversorgte Bewerber wurde gestartet. Zudem sind zahlreiche Ausbildungsstellen noch nicht besetzt. Der Markt bietet sowohl für die Betriebe als auch für die Bewerber noch Chancen. Die verstärkten Anstrengungen der Konsenspartner in der Region zur Stärkung des Ausbildungsmarktes zeigen Erfolge. Dies ist das Ergebnis der Regionalen Ausbildungskonferenz, die am Donnerstag, 29. Oktober 2015, in der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve tagte.

Der Einschätzung der Konferenzmitglieder – Vertreter der Gebietskörperschaften, der Agenturen für Arbeit Duisburg und Wesel, der Jobcenter Duisburg, Wesel und Kleve, der Berufskollegs, des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der Industriegewerkschaft Metall, des Unternehmerverbandes Ruhr-Niederrhein, der Handwerkskammer Düsseldorf sowie der Kreishandwerkerschaften und der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer – liegen die aktuellen Kennzahlen des Ausbildungsmarktes zum Stichtag 30.September 2015 zugrunde.

Der Ausbildungsmarkt in der Region bewegt sich nach wie vor auf hohem Niveau. Um die Versorgung der Bewerber dauerhaft zu sichern, bedarf es weiterer Anstrengungen der Akteure. Der im Frühjahr durch die Mitglieder der Regionalen Ausbildungskonferenz beschlossene umfangreiche Handlungsplan zur Stärkung des regionalen Ausbildungsmarktes wurde erfolgreich umgesetzt. Schwerpunkte bildeten dabei neue Angebote wie die „Assistierte Ausbildung“, vorgezogene gemeinsame Vermittlungsangebote der Arbeitsagenturen, Jobcenter, Handwerkskammer und Industrie- und Handelskammer für noch unversorgte Bewerber sowie die Stärkung der Berufsorientierung in den allgemeinbildenden Schulen „Kein Abschluss ohne Anschluss“. Um bis zum Jahresende möglichst noch alle angebotenen Ausbildungsplätze zu besetzen und die noch unversorgten Bewerber in betriebliche Ausbildung zu vermitteln, führen die Konsenspartner seit Oktober individuelle Nachvermittlungsgespräche.

So suchen noch zahlreiche Ausbildungsbetriebe geeignete Kandidaten für ihre Lehrstellen. Die Konferenzmitglieder appellieren an Wirtschaft und öffentliche Verwaltungen, zur Unterstützung des Nachvermittlungsverfahrens diese freien oder wieder frei gewordenen Lehrstellen weiter anzubieten und den Agenturen für Arbeit zu melden. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung wenden sich die Partner im Ausbildungskonsens an die Unternehmen und werben dafür, weiter in Ausbildung zu investieren und gegebenenfalls auch schwächeren Kandidaten eine Chance zu geben, um sich so den notwendigen Fachkräftenachwuchs zu sichern. An diejenigen Jugendlichen, die aktuell noch keine Lehrstelle gefunden haben, appellieren die Mitglieder der Regionalen Ausbildungskonferenz, die Angebote der gemeinsamen Nachvermittlung zu nutzen und bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle auch Alternativen zum ursprünglichen Wunschberuf ins Auge zu fassen.

Die Kennzahlen der Arbeitsagenturbezirke Duisburg und Wesel im Einzelnen:

Der Agenturbezirk Duisburg verzeichnete einen Zuwachs der gemeldeten Ausbildungsstellen von 2.792 auf 2.986 (+ 6,9 Prozent), davon sind 2.648 betriebliche Ausbildungsstellen, 130 oder 5,2 Prozent mehr als im letzten Jahr.

Die Zahl der Bewerber erhöhte sich um 0,3 Prozent von 3.591 auf 3.603. Ende September waren 72 Bewerber noch ohne Ausbildungsstelle, dies ist ein Rückgang um 3 bzw. 4,0 Prozent. Ihnen stehen noch 192 unbesetzte Ausbildungsstellen zur Verfügung, 38,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Im Bezirk der Agentur für Wesel, der die Kreise Kleve und Wesel umfasst, sank die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen gegenüber dem Vorjahr um 4,0 Prozent (163 Stellen) auf 3.960. Davon sind 3.731 betriebliche Ausbildungsstellen, 130 oder 3,4 Prozent weniger als im letzten Jahr.

Die Zahl der Bewerber ging um 2,0 Prozent auf 6.446 zurück. Ende September waren 324 Bewerber noch ohne Ausbildungsstelle, dies ist eine Zunahme um 22 bzw. 7,3 Prozent. Ihnen stehen noch 232 unbesetzte Ausbildungsstellen zur Verfügung, 1,7 Prozent mehr als vor einem Jahr.

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