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Handelsstruktur
Die Handelsstruktur des IHK-Bezirks ist durch das Oberzentrum Duisburg, die Ballungsrandzone des Kreises Wesel sowie den ländlichen Raum des Kreises Kleve geprägt. City und Stadtteilzentren in Duisburg sowie ein Geflecht von Mittel- und Grundzentren in den Kreisen versorgen die Bevölkerung mit Gütern und Dienstleistungen. Größere Mittelzentren wie Moers und Kleve übernehmen z. T. oberzentrale Funktionen. Die Entwicklung des Einzelhandels in Verbindung mit der Standortwahl moderner großflächiger Vertriebsformen außerhalb der gewachsenen Zentren hat dazu geführt, dass sich erhebliche Verkaufsflächen auch im sog. sekundären Netz (grüne Wiese, Gewerbe- und Industriegebiete) etabliert haben. Die neueste Erhebung der Industrie- und Handelskammern des Ruhrgebietes über die großflächigen Einzelhandelsbetriebe ab 650 qm Verkaufsfläche bestätigt dies eindrucksvoll. 74 % dieser großflächigen Betriebe befinden sich in Randlage.
Städtebauliche Großprojekte, die von der Immobilienwirtschaft angebotsorientiert entwickelt werden, können die Standortqualität in einer Stadt oder Region mit einem Schlag grundlegend verändern. Sie können durch ihre Größe im Einzelfall zu großen Problemen führen, auch wenn sie an integrierten Standorten geplant sind.
Diese Entwicklungen führen nicht nur in den Städten zu großen Problemen , sondern stellen auch das Zentrengefüge im Raume infrage. Die raumordnerischen Grundsätze für die Entwicklung der Zentren sind mit der Standortpolitik der Unternehmen oft nur schwer in Einklang zu bringen. Zielkonflikte sind programmiert. Um diese Probleme besser in den Griff zu bekommen, haben die Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammern und die Regierungspräsidenten des Ruhrgebietes beschlossen, durch regionale Einzelhandelskonzepte die Entwicklungen zukunftsbezogen zu planen. Damit wird zugleich die Planungssicherheit für Investoren gesichert.

