Globalisierung am Niederrhein

Internationale Unternehmen im Bezirk der Niederrheinischen IHK

Die Niederrheinische IHK hat eine Studie über ausländische Unternehmen in ihrem Bezirk veröffentlicht. Danach ist der Niederrhein auch das Revier ausländischer Firmen: Von etwa 61 000 Mitgliedsunternehmen der Niederrheinischen IHK verfügen mehr als 5 000 Unternehmen mehrheitlich über ausländisches Gesellschaftskapital oder werden von ausländischen Staatsangehörigen geführt. Das ist jedes zwölfte Unternehmen, ein Anteil von etwa neun Prozent.

Das ist das Kernergebnis einer soeben veröffentlichten Untersuchung der Niederrheinischen IHK, welche die ausländischen Unternehmen nach Herkunft und Branchenzugehörigkeit untersucht hat. Damit ist die Präsenz internationaler Unternehmen in unserer Region deutlich überdurchschnittlich ausgeprägt.

Den 5 000 ausländischen Unternehmen der Stadt Duisburg und der beiden Kreise Wesel und Kleve sind mehr als 100 Herkunftsländer zuzuordnen. Etwa 1 000 davon sind im Handelsregister eingetragen, 4 000 sind der Gruppe der Kleingewerbetreibenden zuzuordnen. Von den handelsregisterlich eingetragenen Unternehmen sind die meisten, nämlich fast 60 Prozent, niederländischer Herkunft, mit deutlich mehr Abstand gefolgt von den USA, der Schweiz und Großbritannien.

Auch in regionaler Hinsicht bietet die Untersuchung der Niederrheinischen IHK interessante Ergebnisse. Bezogen auf die Gemeindegröße haben sich die meisten ausländischen Unternehmen, und zwar überwiegend niederländische, in den grenznahen Städten Emmerich, Kleve und Weeze Niedergelassen. Die Stadt Duisburg weist in dieser relativen Betrachtung einen mittleren Rang auf.

Die Gruppe der Kleingewerbetreibenden wird von Unternehmen türkischer Herkunft mit 40 Prozent angeführt, in diesem Fall gefolgt von Unternehmen mit Inhabern niederländischer, polnischer und italienischer Herkunft. Wegen des hohen Anteils türkischer Unternehmen konzentrieren sich die Kleingewerbetreibenden insbesondere auf die Städte der ehemaligen Bergbauregionen Duisburg, Moers, Dinslaken und Wesel.

Bezüglich ihrer Branchenzugehörigkeit konzentrieren sich die ausländischen Unternehmen vor allem auf die Bereiche Handel und Dienstleistungen. Von den HR-Unternehmen sind in beiden Bereichen mehr als 75 Prozent tätig, 15 Prozent im Produzierenden Gewerbe. Von den Kleingewerbetreibenden sind sogar mehr als 90 Prozent Dienstleistungsunternehmen, mit einem deutlichen Schwerpunkt bei der Gastronomie.

Die Untersuchung zeigt, dass der Prozess der Globalisierung nicht nur zu einer wachsenden Auslandsorientierung hier heimischer Unternehmen geführt hat, sondern auch zu einer verstärkten Internationalisierung des Niederrheins selbst. Dieses starke Engagement ausländischer Investoren in der Region wertet die Niederrheinische IHK auch als wichtiges Zeichen für die Attraktivität und Standortqualität des Niederrheins. Nicht zuletzt schaffen ausländische Unternehmer durch ihr Engagement neue Arbeitsplätze und sichern so Einkommen und Wohlstand in unserer Region.

Die Studie kann anliegend heruntergeladen werden:

Globalisierung am Niederrhein - Internationale Unternehmen im Bezirk der Niederrheinischen IHK.pdf (792,46 KB)  

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