Fördermittel für Logistikprojekt am Niederrhein

(23.September 2016) Die logistischen Lkw-Verkehre wachsen stetig. Die Region Niederrhein steht damit als Logistikstandort nicht nur vor infrastrukturellen Herausforderungen, sondern auch beispielsweise vor der Aufgabe, den Verkehrsfluss zu optimieren oder Möglichkeiten für eine sichere Verfahrung von Ladungen und Containern zu gewährleisten. Die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve hat dazu gemeinsam mit dem Zentrum für Logistik und Verkehr (ZLV) der Universität Duisburg-Essen einen Projektantrag für eine Studie gestellt, der nun vom Wirtschaftsministerium gefördert wird. Der Förderbescheid wurde heute von Wirtschaftsminister Garrelt Duin in Duisburg übergeben. 

Logistische Prozesse laufen 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche. Auch wenn der Verkehr ruht, geht die Logistik weiter: Wo und wie können Ladungen und Container sicher verwahrt werden? Wo können sich Lkw-Fahrer während ihrer Ruhezeiten aufhalten? Welchen Beitrag kann eine intelligente Steuerung der Verkehre zur Optimierung leisten? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Projekt „Kompass Logistik Niederrhein“, das die Niederrheinische IHK gemeinsam mit dem ZLV in diesem Herbst startet. Das Projekt hat ein Fördervolumen von 170.000 Euro und wird mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und mit Landesmitteln gefördert. 

[NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin übergab den Bewilligungsbescheid für das Projekt „Kompass Logistik Niederrhein“ an (v. l.) Professor Bernd Noche, ZLV-Vorstandsvorsitzender, IHK-Präsident Burkhard Landers, ZLV-Geschäftsführer Klaus Krumme und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger.]

[NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin übergab den Bewilligungsbescheid
für das Projekt „Kompass Logistik Niederrhein“ an (v. l.) Professor
Bernd Noche, ZLV-Vorstandsvorsitzender, IHK-Präsident Burkhard
Landers, ZLV-Geschäftsführer Klaus Krumme und IHK-Hauptgeschäftsführer
Dr. Stefan Dietzfelbinger.]

Den Startschuss gab NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin am 22. September und übergab den Bewilligungsbescheid offiziell an Vertreter der IHK und Universität. „Der Niederrhein mit dem Duisburger Hafen ist einer der führenden Logistikstandorte in der Welt. Hier werden Warenströme nicht nur über den größten Binnenhafen Europas verteilt, sondern auch mit Lkw transportiert. Um die Entwicklungsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes zu sichern, unterstützen Land und EU dieses innovative Projekt“, so Minister Duin.

Im Rahmen der Übergabe in der Niederrheinischen IHK betonte IHK-Präsident Burkhard Landers, dass bereits zahlreiche Unternehmen aus der Logistikbranche als Projektpartner gewonnen wurden: „Die Unternehmen haben ein großes Interesse, dass die Logistik am Niederrhein funktioniert, sie wollen ihren Beitrag leisten, um Belastungen für Bürger und Kommune so gering wie möglich zu halten. Gleichzeitig gilt es, neue Konzepte zu entwickeln, die den Logistikstandort attraktiv machen und neue technische Möglichkeiten zu nutzen, um Logistik sicherer, sauberer und effizienter zu machen.“

ZLV-Vorstandsvorsitzender Professor Bernd Noche betreut das Projekt auf Seiten der Universität und ist gespannt auf die neuen Blickwinkel: „In diesem Projekt konzentrieren wir uns bewusst auch auf die Situation und Herausforderungen der ruhenden Verkehre. Wir möchten nun zunächst Logistikstandorte besuchen und Gespräche mit Unternehmen führen, um ein erstes Bild von bestehenden und möglichen Maßnahmen zu gewinnen.“

Das Projekt läuft für ein Jahr. Im Sommer 2017 stellen die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer und die Universität Duisburg-Essen einen Handlungsplan für die Region Niederrhein vor.

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