Beratungsprogramm Energieberatung Mittelstand wird neu aufgelegt

Das Beratungsprogramm Energieberatung Mittelstand (EBM) wird ab dem 01.01.2015 mit einer neuen Förderrichtlinie weitergeführt.

Die Förderrichtlinie für das aktuelle Beratungsprogramm läuft zum 31.12.2014 aus. Ab 01.01.2015 wird das Programm auf Basis einer neuen Förderrichtlinie und in einer neuen Struktur weitergeführt. Die Richtlinie wurde am 12. November im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die gesamte Abwicklung (inkl. Antragsverfahren und Nachweisprüfung) erfolgt künftig durch das BAFA. Die Einbindung der Niederrheinischen IHK als Regionalpartner wird nach jetzigem Stand nicht mehr weiter geführt.

Einige vorraussichtliche Kernelemente des neuen Programms:

  • Das Programm sieht nur noch eine Beratungsphase vor (bisher Initial- und Detailberatung). Die Beratung soll sich grds. an den Standards eines Energieaudits nach DIN EN 16247-1 orientieren, dabei aber natürlich auf die unternehmensindividuelle Situation angepasst werden. Neu sind die Möglichkeit einer Umsetzungsbegleitung sowie die Erarbeitung eines Abwärmekonzepts sofern sinnvoll und innerhalb der max. Förderhöhe möglich.
  • Der mögliche Beratungsumfang wird zudem auf den Neubau von Gewerbegebäuden oder die Sanierung von betrieblichen Gebäuden (Ausnahme Wohnungswirtschaft), die Betrachtung des Fuhrparks sowie die Stromerzeugung und -einspeisung erweitert.
  • Künftig sind auch Unternehmen mit kleinen Verbräuchen und geringen Energiekosten antragsberechtigt (Wegfall der Mindestgrenze von 5.000 Euro Energiekosten/Jahr). Die max. Förderhöhe ist gestaffelt:
    • Für Unternehmen mit jährlichen Energiekosten von maximal 10.000 Euro beträgt die Zuwendung 80 % der förderfähigen Beratungskosten (Netto-Beraterhonorar) - jedoch maximal 800 Euro.
    • Für Unternehmen, deren jährliche Energiekosten über 10.000 Euro liegen, beträgt die Zuwendung 80 % der förderfähigen Beratungskosten (Netto-Beraterhonorar) - jedoch maximal 8.000 Euro.
  • Die Anträge werden künftig über ein Online-Formular direkt beim BAFA eingereicht. Den Antragsunterlagen muss ein Kostenvoranschlag des Energieberaters beigelegt werden.
  • Zum Nachweis müssen der Bericht und die Rechnung des Beraters sowie eine Beleg über die geleistete Zahlung vorgelegt werden. Die Beratungsphase darf inklusive der Umsetzungsbegleitung max. 12 Monate umfassen. Nach Prüfung durch das BAFA wird die Förderung in Form eines Zuschusses an den Antragsteller ausgezahlt.
  • Nach 24 Monaten soll eine erneute Antragstellung möglich sein. Jedoch ist die Förderrichtlinie zunächst bis 31.12.2015 befristet.
  • Bis voraussichtlich Oktober 2015 wird die KfW-Beraterdatenbank weitergeführt. Parallel wird eine neue Datenbank auf Basis der Energieeffizienz-Experten-Liste (https://www.energie-effizienz-experten.de/) aufgebaut, die die bestehende KfW-Liste ersetzen soll.


Wie erfolgt die Überführung vom alten zum neuen Programm:

  • Antragstellung in der Antragsplattform spätestens bis zum 15.12.2014
  • Anträge auf der Regionalpartnerplattform können noch bis zum 31.12.2014 erstellt werden.
  • Empfehlung durch die Regionalpartner gegenüber der KfW in der Regionalpartnerplattform spätestens am 31.12.2014.
  •  Die Fristen für die Durchführung und die Abrechnung der Beratung über die Niederrheinische IHK als Regionalpartner bleibt im Jahr 2015 unverändert. Die Abrechnungsunterlagen werden wie gewohnt durch den Antragsteller beim Regionalpartner eingereicht, der diese an die KfW weiterleitet
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