Hinweise zur Abschlussprüfung der Fachkräfte für Lagerlogistik

Die Abschlussprüfung besteht aus den folgenden vier Prüfungsbereichen:

  • Prozesse der Lagerlogistk (schriftlich)
  • Rationeller und qualitätssichernder Güterumschlag (schriftlich)
  • Wirtschafts- und Sozialkunde (schriftlich)
  • Praktische Arbeitsaufgaben (praktisch/mündlich)

Der schriftliche Teil der Abschlussprüfung

Die schriftlichen Prüfungsbereiche werden bundeseinheitlich an zwei Tagen geprüft:

1. Prüfungstag

  • Prozesse der Lagerlogistik (150 Min.)

2. Prüfungstag

  • Wirtschafts- und Sozialkunde (60 Min.)
  • Rationeller und qualitätss. Güterumschlag (90 Min)

Im Folgenden werdern die verschiedenen Prüfungsbereiche beschrieben.

In den Prüfungsbereichen "Prozesse der Lagerlogistik" und "Rationeller und qualitäts. Güterumschlag" sind komplexe lagerlogistische Abläufe mit verknüpften informationstechnischen, organisatorischen, technologischen und mathematischen Sachverhalten unter Berücksichtigung der Gütereigenschaften und rechtlicher, betrieblicher sowie außenwirtschaftlicher Vorschriften zu analysieren, zu bewerten und geeignete Lösungswege darzustellen.

Im Prüfungsbereich Prozesse der Lagerlogistik erstreckt sich die Prüfung insbesondere auf die folgenden Gebiete:

  • Annahme und Lagerung von Gütern,
  • Kommissionierung und Verpackung,
  • Versand.

Es werden ausschließlich Aufgaben in ungebundener Form gestellt, d. h., die Antworten müssen mit eigenen Worten formuliert werden.

Im Prüfungsbereich Rationeller und qualitätssichernder Güterumschlag erstreckt sich die Prüfung insbesondere auf die folgenden Gebiete:

  • Einsatz von Arbeitsmitteln,
  • Erfassung und Dokumentation des Güterumschlages,
  • Lager- und Transportorganisation, Arbeitsabläufe.

Die Aufgaben werden überwiegend in gebundener Form als Mehrfachwahl-, Mehrfachantwort-, Zuordnungs- und Reihenfolgeaufgaben gestellt. Hinzu kommen Offen-Antwort-Aufgaben, z. B. die Ermittlung eines Datums oder die Berechnung eines Betrages.

Im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde sind praxisbezogene Aufgaben zu allgemeinen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenhängen der Berufs- und Arbeitswelt zu bearbeiten. Der Aufgabensatz bestehen aus ungebundenen (maschinell auswertbaren) Aufgaben.

Der praktische Teil der Abschlussprüfung

Im Prüfungsbereich Praktische Arbeitsaufgaben sind in höchstens fünf Stunden zwei Aufgaben aus verschiedenen Prüfungsgebieten durchzuführen sowie hierüber ein insgesamt bis zu 15-minütiges Fachgespräch.

In den Arbeitsaufgaben sind Arbeitsabläufe und Teilaufgaben zielorientiert unter wirtschaftlichen, technischen, organisatorischen, rechtlichen und zeitlichen Vorgaben sebstständig zu planen, durchzuführen und zu kontrollieren. Auch soll gezeigt werden, dass der Sicherheits- und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, der Umweltschutz sowie qualitätssichernde Maßnahmen Berücksichtigung finden.

Als Prüfungsgebiete kommen insbesondere in betracht:

  • Erfassung von Güterbewegungen unter Anwendung betrieblicher Informations- und Kommunikationsmittel,
  • Erstellen eines Beladeplans für unterschiedliche Güter unter Berücksichtigung eines Tourenplans,
  • versandfertiges Verpacken von Gütern, Beladen und Sichern der Ladung,
  • Ein-, Um- und Auslagern von Gütern unter Berücksichtigung der Umschlagshäufigkeit, der Güterbeschaffenheit und der Wegzeiten,
  • Feststellen und Dokumentieren von Mängeln, Ergreifen von Maßnahmen zur Mängelbeseitigung.