FAQ Bildung

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A

Abholung Prüfungszeugnis

Wie, wo und wann erhalte ich mein Prüfungszeugnis?

Im Regelfall wird das Zeugnis ca. 2 - 4 Wochen nach Abschluss der Prüfung dem Prüfungsteilnehmer zugesendet.

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Abkürzung der Ausbildung (siehe Verkürzung der Ausbildung)

Abmahnung

Für welches Verhalten kann abgemahnt werden und welchen Inhalt muss eine Abmahnung haben?

Bevor einem Auszubildenden aus verhaltensbedingten Gründen gekündigt werden kann, ist grundsätzlich eine Abmahnung als milderes Mittel auszusprechen. Dadurch soll dem Auszubildenden ein Vertragsverstoß vor Augen geführt und ihm gleichzeitig aufgezeigt werden, dass er im Wiederholungsfall mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen zu rechnen hat.

Bei leichten Verstößen (z.B. Verspätungen, Fehlen in der Berufsschule)  muss mehrmals abgemahnt werden – in der Regel 2-3x –, bevor eine Kündigung ausgesprochen werden kann. Bei schweren Verstößen (z.B. Unterschlagung eines größeren Geldbetrages) kann ausnahmsweise ohne vorhergehende Abmahnung gekündigt werden.

Aus Beweisgründen sollte die Abmahnung stets schriftlich erfolgen.

Notwendige Bestandteile einer Abmahnung:

1.    Genaue Beschreibung des vertragswidrigen Verhaltens, das abgemahnt werden soll unter Angabe von Datum, Zeit, Ort und Art des Vertragsverstoßes.

2.    Aufforderung des Auszubildenden, künftig den Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag nachzukommen.

3.    Androhung der Kündigung, wenn es erneut zu diesem Vertragsverstoß kommt. Eine allgemeine Androhung „arbeitsrechtlicher Konsequenzen“ ist nicht ausreichend.

Wirksam wird die Abmahnung erst mit Zugang beim Auszubildenden bzw. bei minderjährigen Auszubildenden mit Zugang bei den gesetzlichen Vertretern.

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Abschlussprüfung

Wie sieht mein Prüfungsverfahren im Laufe der Ausbildung aus?

Das Prüfungsverfahren ist von Beruf zu Beruf unterschiedlich. Es hängt von den Vorgaben der Ausbildungsverordnung für den jeweiligen Beruf ab.

Endet mein Ausbildungsverhältnis mit dem Bestehen der Abschlussprüfung?

Ich habe heute meine Abschlussprüfung bestanden und meinem Chef die mir vom Prüfungsausschuss ausgehändigte Bescheinigung über das Bestehen der Abschlussprüfung vorgelegt. Muss ich nun noch bis zum Ende der vertraglichen Ausbildungszeit weiter in den Betrieb?

Muss mich mein Ausbildender für die Prüfung freistellen? Muss er mich bereits einen Tag vor der Prüfung freistellen?

Für die Dauer der Prüfung (Zwischen-, Abschluss- und Wiederholungsprüfung) inkl. Pausenzeiten sind Sie von der Prüfung freizustellen. Für die Zeit der Freistellung ist die Ausbildungsvergütung fortzuzahlen.

Minderjährige Auszubildende sind zusätzlich an dem Arbeitstag freizustellen, der der schriftlichen Abschlussprüfung unmittelbar vorangeht.Bei gestreckten Abschlussprüfungen besteht der Freistellungsanspruch für jeden Prüfungsteil.

Ich habe meine Abschlussprüfung nicht bestanden. Was kann ich nun machen?

Wenn Sie die Abschlussprüfung nicht bestehen, können Sie von Ihrem Ausbildungsbetrieb eine Verlängerung des Berufsausbildungsverhältnisses bis zur nächstmöglichen Wiederholungsprüfung, höchstens um ein Jahr, verlangen (§ 21 Abs. 3 BBiG). Während der verlängerten Ausbildungszeit besteht weiterhin Berufsschulpflicht.

Wie und wie oft kann ich die nicht bestandene Abschlussprüfung wiederholen?

Die Abschlussprüfung kann im Falle des Nichtbestehens zweimal wiederholt werden (§ 37 Abs. 1 Satz 2 BBiG). Sollte die Prüfung nach der zweiten Wiederholungsprüfung immer noch nicht bestanden sein, gilt sie als endgültig nicht bestanden. Ein erneutes Ablegen der Abschlussprüfung ist dann auch im Wege der sog. Externenprüfung nicht mehr möglich.

Wie, wo und wann erhalte ich mein Prüfungszeugnis?

Im Regelfall wird das Zeugnis ca. 2 - 4 Wochen nach Abschluss der Prüfung dem Prüfungsteilnehmer zugesendet.

Wie und bis wann kann ich beantragen, dass die Berufsschulnote auf mein Prüfungszeugnis aufgenommen wird?

Der Antrag ist spätestens am Tag der letzten Prüfungsleistung bei der Niederrheinischen IHK einzureichen. Den entsprechenden Antrag erhalten Sie hier.

Meine Termine für die Abschlussprüfung fallen in die Zeit der Mutterschutzfristen. Darf ich trotzdem an der Prüfung teilnehmen?

Ja, Sie dürfen – wenn Sie sich gesund und fit fühlen – trotzdem an der Prüfung teilnehmen. Die Abschlussprüfung ist ein öffentlich-rechtliches Prüfungsverhältnis, für das die Beschäftigungsverbote der §§ 3, 4 MuSchG (Mutterschutzgesetz) nicht gelten.

Unter welchen Voraussetzungen kann ich die Prüfung auch vorzeitig ablegen?

Eine vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung ist möglich, wenn Ihre Leistungen dies rechtfertigen (§ 45 Abs. 1 BBiG). Vorab muss die IHK dazu Ihren Ausbildenden und die Berufsschule anhören.

Wo erhalte ich alte Prüfungsaufgaben zum Üben?
Bei Abschlussprüfungen, deren Aufgaben bundesweit erstellt werden, bieten einige Verlage alte Prüfungsaufgaben zum Erwerb an. Für die industriell-technischen Berufe finden Sie diese Aufgabensätze unter www.christiani.de und für die kaufmännischen und kaufmännisch-verwandten Berufe unter www.u-form.de. Weitere Hinweise sind bei den Aufgabenerstellungs einrichtungen AkA Nürnberg und PAL zu finden.

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Ärztliche Untersuchung (Erstuntersuchung)

Warum ist vor Antritt der Ausbildung eine ärztliche Untersuchung notwendig, wenn die Auszubildenden noch minderjährig sind?

Diese Untersuchung sieht das Jugendarbeitsschutzgesetz in § 32 Abs. 1 (JArbSchG) vor. Es verlangt, dass Jugendliche unter 18 Jahren vor der Aufnahme einer dauerhaften beruflichen Beschäftigung auf ihren Gesundheits- und Entwicklungszustand hin ärztlich untersucht werden. Dies stellt eine Absicherung für die Auszubildenden und die für den Betrieb zuständige Berufsgenossenschaft dar.

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Aufhebungsvertrag

Wie beende ich ein Ausbildungsverhältnis, wenn sich beide Seiten einig sind, dass das Ausbildungsverhältnis beendet werden soll?

Das Ausbildungsverhältnis kann im beiderseitigen Einvernehmen durch einen Aufhebungsvertrag beendet werden. Minderjährige Auszubildende bedürfen der Zustimmung der gesetzlichen Vertreter.

Ein Aufhebungsvertrag kann jederzeit ohne Einhaltung einer Frist vereinbart werden. Er muss schriftlich erfolgen. Und da dies eine wesentliche Veränderung des Vertragsinhalts bedeutet, muss eine Ausfertigung bei der IHK eingereicht werden. Darüber hinaus ist auch die Berufsschule zu informieren.

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Ausbilder / Ausbildereignung

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, wenn ich als Ausbilder tätig sein möchte?

Sie müssen sowohl persönlich als auch fachlich geeignet sein.

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Ausbildungsberater

An welchen Ausbildungsberater kann ich mich wenden, wenn ich Fragen zur Ausbildung oder Probleme habe?

Eine Übersicht unserer Ausbildungsberater erhalten Sie hier.

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Ausbildungsberufe

Wo finde ich Informationen zu den Berufen aus den Bereichen Industrie, Handel und Dienstleistungen im Bezirk der Niederrheinischen IHK?

Über diesen Link finden Sie Informationen zu den jeweiligen Berufen.

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Ausbildungsbetrieb – Eignung

Wann ist ein Betrieb für die Ausbildung geeignet?

Auszubildende dürfen nur eingestellt und ausgebildet werden, wenn

  1. die Ausbildungsstätte nach Art und Einrichtung für die Berufsausbildung geeignet ist und
  2. die Zahl der Auszubildenden in einem angemessenen Verhältnis zur Zahl der Ausbildungsplätze oder zur Zahl der beschäftigten Fachkräfte steht, es sei denn, dass andernfalls die Berufsausbildung nicht gefährdet wird.

Bitte setzen Sie sich zur Klärung der Eignung der Ausbildungsstätte mit unseren Ausbildungsberatern in Verbindung.

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Ausbildungsmaterial – Bezahlung

Ich benötige für meine Ausbildung zur Floristin Blumen und Material. Muss ich diese selber bezahlen?

Nein. Der Ausbildende hat dem Auszubildenden die Ausbildungsmittel kostenlos zur Verfügung zu stellen, die er zur Berufsausbildung und zum Ablegen der Zwischen- und Abschlussprüfung benötigt  (§ 14 Abs. 1 Nr. 3 BBiG).

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Ausbildungsnachweise / Berichtsheft

Muss ich überhaupt Ausbildungsnachweise führen?

Ja, die Auszubildenden sind gemäß der für den zu lernenden Beruf geltenden Ausbildungsverordnung und nach § 5 Abs. 2 Satz 7 BBiG verpflichtet, Ausbildungsnachweise (Berichtsheft) zu führen. Wie diese zu führen sind, finden Sie hier.

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Ausbildungsplatzsuche

Ich suche einen Ausbildungsplatz. Wie finde ich einen Ausbildungsplatz? Wann und wie muss ich mich bewerben?

Freie Ausbildungsplätze finden Sie in der bundesweiten IHK-Lehrstellenbörse. Sie können zudem unsere Ausbildungsplatzvermittler kontaktieren. Darüber hinaus können Sie sich bei der Agentur für Arbeit melden.

Viele Unternehmen, gerade die großen Unternehmen, suchen ihre Auszubildenden bereits ein Jahr im Voraus aus! Über die Bewerbungsfristen sollten Sie sich daher frühzeitig informieren, um am Ende nicht leer auszugehen.

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Ausbildungsregelungen für behinderte Menschen

Gibt es besondere Regelungen für Ausbildung behinderter Menschen?

Grundsätzlich ist auch für behinderte Menschen eine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf im Bedarfsfall unter Gewährung eines Nachteilsausgleichs, anzustreben.

Nur in begründeten Ausnahmefällen, in denen Art und Schwere/Art oder Schwere der Behinderung, dies nicht erlauben, ist eine Ausbildung nach § 66 BBiG durchzuführen. Für solche Ausnahmefälle kann die IHK entsprechende Ausbildungsregelungen erlassen.

Bestehende Ausbildungsregelungen sowie weitere Informationen finden Sie hier.

Bitte sprechen Sie unsere Ausbildungsberater an.

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Ausbildungsvergütung

Welche Ausbildungsvergütung ist zu zahlen?

Gemäß § 17 Abs. 1 Satz 1 BBiG muss die Ausbildungsvergütung „angemessen“ sein. Was unter „angemessen“ zu verstehen ist, richtet sich nach den branchenüblichen Tarifverträgen. Ferner muss die Ausbildungsvergütung jährlich steigen.

Die Vergütung für den laufenden Kalendermonat wird spätestens am letzten
Arbeitstag des Monats fällig gemäß § 18 Abs. 2 BBiG.

Nähere Informationen zum Thema Ausbildungsvergütung finden Sie hier.

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Ausbildungsvertrag

Wir möchten einen Ausbildungsvertrag schließen. Was muss dieser beinhalten?

Der Ausbildungsvertrag muss unverzüglich, spätestens vor Beginn der Berufsausbildung zwischen dem Ausbildenden und dem Auszubildenden schriftlich niedergelegt werden. Dabei sind zahlreiche ausbildungs- und arbeitsrechtliche Bestimmungen zu beachten.

Eine Checkliste sowie entsprechende Vordrucke finden Sie hier.

Die Registrierung der Ausbildungsverträge können Betriebe mittlerweile auch online vornehmen. Die Voraussetzungen für dieses Verfahren finden Sie hier.

Was muss getan werden, wenn der Ausbildungsvertrag nachträglich geändert werden soll?

Änderungen des wesentlichen Vertragsinhalts müssen der IHK mitgeteilt werden.

Entsprechende Vorlagen finden Sie hier.

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Ausbildungszeit

Bei uns im Betrieb ist immer wieder viel los und ich muss Überstunden machen. Bis zu welcher Grenze ist das eigentlich für mich als volljährigen Auszubildenden zulässig?

Die gesetzlich höchstzulässige tägliche Arbeitszeit beträgt 10 Stunden (§ 3 Satz 2 Arbeitszeitgesetz - ArbZG), wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden. Denn die gesetzlich vorgesehene Arbeitszeit beträgt gemäß § 3 Satz 1 ArbZG normalerweise pro Tag 8 Stunden.

In Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen können andere Arbeitszeitregelungen getroffen werden können.

Wie werden Berufsschulzeiten auf die Ausbildungszeit angerechnet?

Ich bin ein volljähriger Auszubildender und habe alle drei Wochen Blockunterricht: Montag, Dienstag und Donnerstag von 08:00 Uhr bis 16:00 Uhr und Mittwoch und Freitag von 08:00 Uhr bis 13:00 Uhr. Im Betrieb beginnt meine Ausbildung immer erst um 09:00 Uhr. In meinem Berufsausbildungsvertrag ist eine tägliche Ausbildungszeit von 8 Stunden vereinbart. Um in den Betrieb zu kommen, brauche ich ca. 1 Stunde. Wie viel Stunden darf ich in der Blockwoche im Anschluss an den Unterricht noch arbeiten?

Bei volljährigen Auszubildenden wird die Zeit in der Berufsschule vom Betreten bis zum Verlassen in Zeitstunden gemessen. Montags, dienstags und donnerstags haben Sie je 8 Stunden Unterricht absolviert. Dies entspricht einer Ausbildungszeit von 7 Stunden, da bei volljährigen Auszubildenden nur die Stunden angerechnet werden, die sich mit der üblichen Ausbildungszeit im Betrieb überschneiden. Bei Ihnen also die Zeiten von 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr.

Da Sie ca. 1 Stunde Zeit benötigen, um in den Betrieb zu fahren, ist Ihre tägliche Ausbildungszeit erfüllt, da die Wegezeit von der Berufsschule in den Betrieb als Ausbildungszeit mitzählt.

Anders sieht dies am Mittwoch und am Freitag aus. Da beträgt die Berufsschulzeit 5 Stunden und damit 4 Stunden Ausbildungszeit, plus 1 Stunde Wegezeit macht noch 2 Stunden Ausbildungszeit ohne Pausen.

Sollte die Zeit, die ein Auszubildender nach der Berufsschule noch im Betrieb verbringen kann zu kurz sein, um dem Ausbildungszweck zu dienen (weniger als 30 Minuten), dann kann der Ausbildende die Rückkehr des Auszubildenden nicht verlangen.

In Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen können zur Anrechung der Berufsschulzeiten auf die Ausbildungszeiten andere Regelungen getroffen werden.

Für minderjährige Auszubildende ergibt sich die Anrechnung von Berufsschulzeiten auf die Ausbildungszeiten aus § 9 Abs. 2 JArbSchG.

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Ausländische Berufsabschlüsse – Anerkennung

Kann ich einen im Ausland erworbenen Berufsabschluss in Deutschland anerkennen lassen? Was muss ich dafür tun?

Das „Gesetz zur Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen“ (Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz, BQFG) garantiert seit dem 01.04.2012 allen Personen, die im Ausland einen Berufsabschluss in einem staatlich anerkannten Beruf erworben haben, einen Rechtsanspruch auf ein Feststellungsverfahren zur Überprüfung der Gleichwertigkeit dieses Abschlusses mit dem entsprechenden Beruf in Deutschland. Nähere Informationen finden Sie hier.

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Auslandsaufenthalt

Ich würde gerne während meiner Ausbildung ins Ausland gehen. Kann ich meine Ausbildung dort fortsetzen?

Sie können in Abstimmung mit dem Ausbildenden bis zu einem Viertel der in der Ausbildungsordnung festgelegten Ausbildungsdauer im Ausland verbringen, wenn die im Ausland vermittelten Ausbildungsinhalte im Wesentlichen dem entsprechen, was Gegenstand der deutschen Ausbildung ist.

Nähere Informationen finden Sie hier.

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B

Beginn der Ausbildung – Zeitpunkt

Zu welchem Zeitpunkt kann eine Ausbildung begonnen werden? Bin ich an einen bestimmten Termin gebunden?

Ein Ausbildungsbeginn ist grundsätzlich jederzeit möglich. Der reguläre Ausbildungsbeginn ist der 01.08. oder 01.09. eines jeden Jahres. Bei abweichendem späterem Ausbildungsbeginn sollte Rücksprache mit dem IHK-Ausbildungsberater und der jeweiligen Berufsschule genommen werden. Eventuell muss eine Verkürzung der Ausbildungszeit vorgenommen werden.

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Behinderte Menschen – Ausbildungsregelungen

Gibt es besondere Regelungen für Ausbildung behinderter Menschen?

Grundsätzlich ist auch für behinderte Menschen eine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf im Bedarfsfall unter Gewährung eines Nachteilsausgleichs, anzustreben.

Nur in begründeten Ausnahmefällen, in denen Art und Schwere/Art oder Schwere der Behinderung, dies nicht erlauben, ist eine Ausbildung nach § 66 BBiG durchzuführen. Für solche Ausnahmefälle kann die IHK entsprechende Ausbildungsregelungen erlassen.

Bestehende Ausbildungsregelungen sowie weitere Informationen finden Sie hier.

Bitte sprechen Sie unsere Ausbildungsberater an.

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Berichtsheft (siehe Ausbildungsnachweise / Berichtsheft)

Berufe (siehe Ausbildungsberufe)

Berufsausbildungsvertrag (siehe Ausbildungsvertrag)

Berufsschule

Wer meldet die Auszubildenden zur Berufsschule an?

Die Anmeldung der Auszubildenden zur Berufsschule erfolgt durch den Ausbildungsbetrieb. Dafür kann er die entsprechenden Anmeldeformulare der Berufsschule nutzen.

Kann ein Auszubildender von der Berufsschule freigestellt werden, wenn er im Ausbildungsbetrieb bei einem besonderen Projekt mithelfen soll?

Nein, eine Befreiung ist nur in Ausnahmefällen möglich. Dazu muss der Ausbildungsbetrieb einen Antrag auf Befreiung vom Unterricht beim Schulleiter der zuständigen Berufsschule stellen.

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Bestenehrung

Wer wird bei der IHK-Bestnehrung geehrt?

Bei der jährlichen IHK-Bestenehrung werden die Prüfungsbesten der beruflichen Ausbildung und die erfolgreichen Weiterbildungsabsolventen im Rahmen einer festlichen Veranstaltung geehrt. Fotos der letzten Veranstaltung finden Sie hier.

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Betriebswechsel

Kann ich den Ausbildungsbetrieb wechseln, wenn ich einen anderen Ausbildungsbetrieb gefunden habe, der mir besser gefällt?

Nach der Probezeit kann das Ausbildungsverhältnis nur noch wie folgt beendet werden:

  1. Durch schriftliche Kündigung aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist  (§ 22 Abs. 2 Nr. 1 BBiG).
  2. Von Auszubildenden durch schriftliche Kündigung mit einer Kündigungsfrist von vier Wochen, wenn sie die Berufsausbildung aufgeben oder sich für eine andere Berufstätigkeit ausbilden lassen wollen (§ 22 Abs. 2 Nr. 2 BBiG).
  3. Durch einen Aufhebungsvertrag, der von beiden Parteien unterzeichnet werden muss.

So einfach können Sie den Ausbildungsbetrieb also nicht wechseln.

Zu 1.) Wenn Sie sich entschließen, in dem anderen Betrieb einen anderen Beruf zu erlernen, ist eine Kündigung unter Einhaltung der o.g. Kündigungsfrist möglich.

Zu 2.) Wenn bei Ihnen im Ausbildungsbetrieb Dinge vorfallen, die einen wichtigen Grund für eine außerordentliche fristlose Kündigung darstellen, können Sie diesen Weg gehen. 

Zu 3.) Beim Abschluss eines Aufhebungsvertrages müssen sich die Parteien einig sein, dass sie das Ausbildungsverhältnis zu einem bestimmten Termin beenden wollen. Der Aufhebungsvertrag ist nur wirksam, wenn er von beiden Parteien unterzeichnet wird.

Zu beachten sind eventuell einschlägige Bestimmungen über Sonderkündigungsschutz, wie z.B. für schwangere oder behinderte Auszubildende.

Sprechen Sie am besten unsere Ausbildungsberater an.

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BildungAktuell - Zeitschrift

Welche Informationen bekomme ich in der BildungAktuell?

Die "BildungAktuell" erscheint sechsmal im Jahr und enthält wichtige Informationen und wertvolle Tipps rund um die Themen Berufsausbildung und berufliche Weiterbildung. Die Online-Ausgaben finden Sie hier.

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D

Duales Studium

Ich würde gerne eine Ausbildung absolvieren und gleichzeitig ein Studium. Ist das möglich?

Ja. Die Hochschulen/Universitäten bieten hierzu unterschiedliche Modelle an. Allen gemein ist, dass  Theorie- und Praxisphasen eng miteinander verknüpft sein müssen. Wichtig ist, dass der betriebliche Anteil für den Erwerb von beruflichen Fähigkeiten ausreichend ist und den Standards einer regulären betrieblichen Ausbildung entspricht. Dann können Sie am Ende gleich zwei Abschlüsse erwerbe: den IHK-Abschluss und den Bachelor.

Welche Angebote es sowohl regional als auch überregional gibt, finden Sie hier.

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E

Einstiegsqualifizierung (EQ)

Was sind Einstiegsqualifizierungen (EQ) und welche Möglichkeiten bieten sie?

Die Einstiegsqualifizierung ist ein Beitrag der Wirtschaft zur Integration von Jugendlichen in Ausbildung und Beschäftigung. Sie richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene mit aus individuellen Gründen eingeschränkten Vermittlungsperspektiven. Nähere Informationen erhalten Sie hier.

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Elternzeit

Wird die Elternzeit auf die Ausbildung angerechnet?

Nein, die Elternzeit wird auf die Ausbildungszeit nicht angerechnet (§ 20 Abs. 1 Satz 2 BEEG). Das Ausbildungsverhältnis ruht für die Dauer der Elternzeit. Das Ausbildungsverhältnis verlängert sich dann sozusagen um diesen Zeitraum und die Auszubildenden setzen nach Beendigung der Elternzeit die Ausbildung an dem Punkt fort, wo sie sie unterbrochen hatten.

Die Unterbrechung der Ausbildung aufgrund Elternzeit ist der IHK mitzuteilen. Ein entsprechendes Formular finden Sie hier.

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Externenprüfung

Unter welchen Voraussetzungen kann ich ohne ein Ausbildungsverhältnis an der Abschlussprüfung teilnehmen?

Voraussetzung dafür ist der Nachweis der Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, die in der Verordnung des Ausbildungsberufes, in dem die Prüfung abgelegt werden soll, festgelegt sind.

Zur Abschlussprüfung können Sie in der Regel zugelassen werden, wenn Sie mindestens das 1 ½-fache der Zeit, die als Ausbildungszeit laut Verordnung über die Berufsausbildung vorgeschrieben ist, in dem Beruf tätig gewesen sind, in dem Sie die Prüfung ablegen möchten (für einen 3-jährigen Ausbildungsberuf sind dies z. B. 4 ½ Jahre Berufspraxis).

Informationen, wie Sie sich zur Externenprüfung anmelden können und welche Unterlagen Sie einreichen müssen, finden Sie hier.

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G

Gestreckte Abschlussprüfung

Was ist unter einer sog. gestreckten Abschlussprüfung zu verstehen?

Bei der sog. gestreckten Abschlussprüfung ist die Abschlussprüfung auf zwei zeitlich auseinander fallende Teile aufgeteilt. Der erste Teil der gestreckten Abschlussprüfung ersetzt die Zwischenprüfung. Das Ergebnis des ersten Teils fließt – im Gegensatz zum Ergebnis der Zwischenprüfung – in das Gesamtergebnis der Abschlussprüfung ein.

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I

Insolvenz des Betriebes

Was muss ich tun, wenn mein Betrieb insolvent ist?

Eine drohende Insolvenz oder die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens allein ist noch kein wichtiger Grund für eine Kündigung des Ausbildungsverhältnisses.

Sie sollten sich aber umgehend an ihre zuständige Agentur für Arbeit und an den bestellten Insolvenzverwalter wenden.

Ferner können Sie sich bei unseren Ausbildungsberatern melden, die Sie bei der Suche nach einem neuen Ausbildungsplatz unterstützen.

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K

Kindergeld

Wird das Kindergeld während der Ausbildung weitergezahlt?

Bitte setzen Sie sich diesbezüglich mit der zuständigen Agentur für Arbeit in Verbindung.

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Krankheit

Ich bin krank. Wann muss ich mich beim Ausbildenden melden? Wann muss ich eine AU einreichen?

Sie müssen sich direkt am ersten Tag der Krankheit beim Ausbildungsbetrieb melden. Am besten kurz vor Arbeitsbeginn persönlich telefonisch (§ 5 Abs 1 Satz 1 EntgFG) .

Je nach Ausbildungsvertrag kann es sein, dass Sie bereits ab dem ersten Krankheitstag eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) vorlegen müssen. In den meisten Ausbildungsverträgen wird jedoch vereinbart, dass spätestens am dritten Tag eine AU vorzulegen ist. Hier hilft ein Blick in Ihren Vertrag.

Wenn Sie an dem Krankheitstag Berufsschule hätten, müssen Sie sich sowohl bei der Berufsschule als auch bei Ihrem Ausbildungsbetrieb krank melden.

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Kündigung innerhalb der Probezeit

Bin ich bei einer Kündigung innerhalb der Probezeit an Formen und Fristen gebunden?

Eine Kündigung im Ausbildungsverhältnis bedarf stets der Schriftform gem. § 22 BBiG. Demnach muss auch eine Kündigung während der Probezeit schriftlich erfolgen.

Sie bedarf aber keiner Begründung und es müssen keine Fristen beachtet werden, außer, dass die Kündigung noch innerhalb der Probezeit zugehen muss.

Von diesen Grundsätzen gibt es jedoch Ausnahmen, z.B. für schwangere Auszubildende. Hier gilt § 9 Abs. 1 Mutterschutzgesetz (MuSchG).

Ich habe gerade mit meiner Ausbildung begonnen und bin nun schwanger. Kann mir nun  in der Probezeit gekündigt werden?

Nein, die Kündigung in der Probzeit ist nach § 9 Abs. 1 Mutterschutzgesetz (MuSchG) unzulässig.

Welche Kündigungsmöglichkeiten habe ich als schwangere Auszubildende?

Sie können Ihr Ausbildungsverhältnis ohne Einhaltung einer Frist bis zum Ende der Schutzfrist nach der Entbindung (8 Wochen nach der Entbindung, § 6 Abs. 1 MuSchG) kündigen (§ 10 Abs. 1 MuSchG).  Dies können Sie während der Schwangerschaft oder auch während der Mutterschutzfristen tun. Möchten Sie vor Ende der Schutzfrist nach der Geburt mit der Ausbildung aufhören, können Sie mit Ihrem Ausbildungsbetrieb einen Aufhebungsvertrag abschließen.

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Kündigung nach der Probezeit

Ich möchte das Ausbildungsverhältnis kündigen, da ich einen Ausbildungsbetrieb gefunden habe, der mir besser gefällt. Ist das möglich?

Nach der Probezeit kann das Ausbildungsverhältnis nur noch wie folgt beendet werden:

  1. Durch schriftliche Kündigung aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist  (§ 22 Abs. 2 Nr. 1 BBiG).
  2. Von Auszubildenden durch schriftliche Kündigung mit einer Kündigungsfrist von vier Wochen, wenn sie die Berufsausbildung aufgeben oder sich für eine andere Berufstätigkeit ausbilden lassen wollen (§ 22 Abs. 2 Nr. 2 BBiG).
  3. Durch einen Aufhebungsvertrag, der von beiden Parteien unterzeichnet werden muss.

So einfach können Sie den Ausbildungsbetrieb also nicht wechseln.

Zu 1.) Wenn Sie sich entschließen, in dem anderen Betrieb einen anderen Beruf zu erlernen, ist eine Kündigung unter Einhaltung der o.g. Kündigungsfrist möglich.

Zu 2.) Wenn bei Ihnen im Ausbildungsbetrieb Dinge vorfallen, die einen wichtigen Grund für eine außerordentliche fristlose Kündigung darstellen, können Sie diesen Weg gehen. 

Zu 3.) Beim Abschluss eines Aufhebungsvertrages müssen sich die Parteien einig sein, dass sie das Ausbildungsverhältnis zu einem bestimmten Termin beenden wollen. Der Aufhebungsvertrag ist nur wirksam, wenn er von beiden Parteien unterzeichnet wird.

Zu beachten sind eventuell einschlägige Bestimmungen über Sonderkündigungsschutz, wie z.B. für schwangere oder behinderte Auszubildende.

Sprechen Sie am besten unsere Ausbildungsberater an.

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L

Lehrstellenbörse

Ich suche einen Ausbildungsplatz. Welche Möglichkeiten bietet mir die IHK-Lehrstellenbörse?

Die gemeinsame Lehrstellenbörse der IHKs bringt, wie an einer echten Börse, Ihre Nachfrage mit den Angeboten ausbildungsberechtigter Unternehmen zusammen.

http://www.ihk-lehrstellenboerse.de

Die Lehrstellenbörse stellt Angebote für Sie bereit, falls Sie sich auf einen Ausbildungsplatz in Ihrer Region bewerben wollen. Und sie zielt auf diejenigen ab, die für einen speziellen Beruf, der nicht überall angeboten wird, in einem größeren Radius suchen oder die räumlich einen „Tapetenwechsel“ verwirklichen wollen.

Mit umfangreichen Steckbriefen informiert die Lehrstellenbörse über zahlreiche Berufsbilder. Im „Talentcheck“ können Sie herausfinden, welche Angebote zu Ihren Fähigkeiten und Interessen am besten passen. Sechs Kompetenzgruppen helfen bei der Eingrenzung.

Registrierte Nutzer werden täglich über neue Ausbildungsplätze benachrichtigt. Im persönlichen Bereich entscheiden Sie, ob Ihr Gesuch für Unternehmen sichtbar ist, wenn dieses über passende Angebote verfügt. Hier können Sie interessante Angebote und Steckbriefe über die Merkliste dauerhaft speichern und an Freunde weiterempfehlen.

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Lohnsteuerkarte / Steuernummer

Wo bekomme ich die Lohnsteuerkarte bzw. die Steuernummer?

Diese bekommen Sie beim Finanzamt.

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N

Nachteilsausgleich

Was ist ein Nachteilsausgleich
Menschen mit einer Behinderung können infolge ihrer individuellen Beeinträchtigungen/ Einschränkungen Nachteile beim Erbringen von Leistungen entstehen. Zur Kompensation dieser Nachteile besteht für sie die Möglichkeit, Nachteilsausgleiche bei der Durchführung einer Prüfung zu erhalten. Dies gilt insbesondere für die Dauer der Prüfung, die Zulassung von Hilfsmitteln und die Inanspruchnahme von Hilfeleistungen Dritter, wie Gebärdensprachdolmetscher für Menschen mit Hörschädigung. Diese Nachteilsausgleiche sind keine „Vergünstigungen“, sondern kompensieren behinderungsbedingte Benachteiligungen in der Prüfungssituation. Die Prüfungsanforderungen bleiben qualitativ erhalten. Auf dem Prüfungszeugnis wird weder die Behinderung noch der Nachteilsausgleich dokumentiert. Anträge auf Nachteilsausgleich für die Zwischen- und Abschlussprüfung sowie die gestreckte Abschlussprüfung Teil 1 und 2 müssen schriftlich spätestens mit der schriftlichen Anmeldung/dem Antrag auf Zulassung zur Prüfung bei der IHK eingereicht werden.

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Nachuntersuchungsbescheinigung

Wann muss die Nachuntersuchung erfolgen?
Die Nachuntersuchung des minderjährigen Auszubildenden muss innerhalb des ersten Ausbildungsjahres erfolgen (§ 33 JArbSchG). Der Auszubildende muss die Bescheinigung über die Nachuntersuchung dem Ausbildungsbetrieb vorlegen. Der Ausbildungsbetrieb muss den Jugendlichen ausdrücklich auf das Erfordernis der Nachuntersuchung und die Frist zur Einreichung der Bescheinigung hinweisen. Legt der minderjährige Auszubildende die Bescheinigung nicht spätestens 14 Monate nach Aufnahme der Ausbildung vor, so darf er nicht weiterbeschäftigt werden.
Muss ich nach einem Jahr zur ärztlichen Nachuntersuchung wenn ich bis dahin volljährig geworden bin?

Nein. „Jugendlicher“ i.S.d. § 2 Abs. 2 JArbSchG ist, wer das 15., aber noch nicht das 18. Lebensjahr abgeschlossen hat. Da Sie zwischenzeitlich 18 Jahre alt geworden sind, sind Sie kein Jugendlicher mehr i.S.d. JArbSchG.

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P

Praktikum

Ich suche einen Praktikumsplatz. Wo kann ich mich informieren?

Sie können z.B. das Praktikumsportal nutzen.

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Probezeit

Welche Probezeit kann bei einem Ausbildungsverhältnis vereinbart werden?

Gemäß § 20 BBiG muss die Probezeit in Ausbildungsverhältnissen mindestens einen Monat betragen und darf maximal vier Monate betragen.

Die Probezeit muss im Ausbildungsvertrag festgehalten werden.

Ich habe bis dato als Angestellte gearbeitet und möchte nun in diesem Betrieb eine Ausbildung machen, um einen Berufsabschluss zu erlangen? Darf dann noch mal eine Probezeit vereinbart werden?
Ja. Das BAG hat in einem Urteil entschieden, dass ein Ausbildender mit Auszubildenden die maximale Dauer der Probezeit im Ausbildungsvertrag auch dann vereinbaren  darf, wenn der Auszubildende zuvor als Arbeitnehmer beschäftigt war. Denn ein Ausbildungsverhältnis nimmt aufgrund der Bestimmungen des Berufsbildungsgesetzes in Art und Durchführung eine besondere Stellung ein Die Probezeit muss daher mindestens 1 Monat und darf maximal 4 Monate betragen.
Kann die Probezeit auf ein halbes Jahr verlängert werden?

Nein, das ist nicht erlaubt. Die Probezeit muss mindestens einen und darf höchstens vier Monate betragen (§ 20 Satz 2 BBiG). Vereinbarungen, die eine zu lange (oder gar keine) Probezeit festlegen sind gemäß § 25 BBiG nichtig.

Ich bin seit über vier Wochen krank – kann die Probezeit verlängert werden?

Die vorgeschriebene Probezeit verlängert sich nach der gesetzlichen Regelung nicht automatisch um die Dauer einer tatsächlichen Unterbrechung der Ausbildung (z.B. durch eine Erkrankung). Allerdings können die Vertragsparteien eine Verlängerung der Probezeit vereinbaren, wenn die Ausbildung um mehr als ein Drittel der vereinbarten Probezeit tatsächlich unterbrochen ist oder eine Ausbildung nicht stattfinden kann.

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Probleme im Betrieb

An wen kann ich mich wenden, wenn ich Fragen zur Ausbildung oder Probleme im Betrieb habe?

Sie können sich an die Ausbildungsberater der Niederrheinischen IHK wenden. Eine Übersicht unserer Ausbildungsberater erhalten Sie hier.

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Prüfer(in)

Ich interessiere mich für eine ehrenamtliche Tätigkeit als Prüfer. Welche Voraussetzungen muss ich dafür mitbringen und welche Aufgaben erwarten mich?

Informationen zur Prüfertätigkeit finden Sie hier.

Gerne informieren Sie unsere Prüfungssachbearbeiter auch in einem Telefonat oder persönlichen Gespräch.

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Prüfungsgebühr

Wer zahlt die Prüfungsgebühr bei einem Ausbildungsverhältnis und wie hoch sind die Gebühren?

Für Berufsausbildungsverhältnisse wird in der Regel eine Gesamtgebühr erhoben. Diese wird nach Ablegung der Zwischenprüfung fällig.

Sofern eine Zwischenprüfung nicht abzulegen ist, wird die Gebühr bei einstufiger Ausbildung mit der Anmeldung zur Abschlussprüfung fällig; bei einem Vertrag über eine mehrstufige Ausbildung wird die Gebühr mit der Anmeldung zur ersten Stufen-Abschlussprüfung fällig.

Ansonsten wird die jeweilige Prüfungsgebühr nach Ablegen der jeweiligen Prüfungsteile (z. B. gestreckte Abschlussprüfung) erhoben.

Weitere Einzelheiten können der Gebührenordnung  und die einzelnen Gebühren dem Gebuehrentarif entnommen werden.

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Prüfungsordnung

Wo finde ich die Prüfungsordnungen für Ausbildung-, Umschulungs- oder Fortbildungsprüfungen der Niederrheinischen IHK.

Die Prüfungsordnung für Ausbildung- und Umschulungsprüfungen finden Sie hier.

Die Prüfungsordnung für Fortbildungsprüfungen finden Sie hier.

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Prüfungsstatistik

Ich habe meine Abschlussprüfung abgelegt und würde nun gerne sehen, wie ich im Vergleich zu den andern Absolventen liege.

Dafür gibt es die IHK-Prüfungsstatistik.

Darin finden Sie die Ergebnisse der Abschlussprüfung in den einzelnen Ausbildungsberufen. Sie können die Anzeige der Ergebnisse auswählen nach IHK-Ergebnissen, Länderergebnissen und den Ergebnissen bundesweit.

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Prüfungszeugnis

Wie, wo und wann erhalte ich mein Prüfungszeugnis?

Im Regelfall wird das Zeugnis ca. 2 - 4 Wochen nach Abschluss der Prüfung dem Prüfungsteilnehmer zugesendet.

Wie uns bis wann kann ich beantragen, dass die Berufsschulnote auf mein Prüfungszeugnis aufgenommen wird?

Der Antrag ist spätestens am Tag der letzten Prüfungsleistung bei der Niederrheinischen IHK einzureichen. Den entsprechenden Antrag erhalten Sie hier.

Kann ich mein Prüfungszeugnis auch in Englisch oder Französisch bekommen?

Prüflinge, die ihr Prüfungszeugnis nach dem 1. April 2005 (Inkrafttreten des neuen Berufsbildungsgesetzes) erworben haben, können eine Zeugnisübersetzung in englischer und französischer Sprache erhalten. Zwischenprüfungsergebnisse werden nicht übersetzt.

Seit 2010 erhalten die Absolventen die englischsprachige Übersetzung automatisch mit ihrem Prüfungszeugnis ausgehändigt. Die französischsprachige Übersetzung kann beim jeweiligen Prüfungssachbearbeiter gebührenfrei beantragt werden.

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R

Rentenbescheinigung

Ich benötige für die Rentenversicherung eine Bestätigung über meine Ausbildungszeiten. Wo bekomme ich diese?

Wenn Sie die Ausbildung im Bezirk der Niederrheinischen IHK absolviert haben, können Sie eine Bestätigung über die Teilnahme an einer Abschlussprüfung beantragen. Hierfür wird keine Gebühr erhoben. Die Ausstellung erfolgt ausschließlich für Rentenversicherungszwecke.

Einen Antrag finden Sie hier.

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S

Schlichtung zwischen Ausbildenden und Auszubildenden

Mein Ausbildungsbetrieb hat mir gekündigt. Mit dieser Kündigung bin ich nicht einverstanden. Was kann ich nun unternehmen?

Wenn Sie sich gegen die Kündigung wenden wollen, können Sie einen Antrag auf Durchführung eines Schlichtungsverfahrens bei uns stellen, wenn Ihr Ausbildungsbetrieb im Bezirk der Niederrheinischen IHK liegt. Sollte vor dem Schlichtungsausschuss der Niederrheinischen IHK keine abschließende Einigung erzielt werden können, können Sie Klage beim zuständigen Arbeitsgericht einreichen.

Einen Schlichtungsantrag sowie nähere Informationen zum Schlichtungsverfahren finden Sie hier.

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Schwangerschaft

In Kürze beginnt meine 6-wöchige Mutterschutzfrist vor der Geburt. Gerne würde ich die Ausbildung in der Zeit fortsetzen, da ich kurz vor der Prüfung stehe. Ist das erlaubt?

Grundsätzlich gilt gem. § 3 Abs. 2 Mutterschutzgesetz (MuSchG) zwar sechs Wochen vor der Geburt ein Beschäftigungsverbot. Das MuSchG erlaubt aber eine weitere Ausbildung, wenn Sie sich ausdrücklich dazu bereit erklären. Sie können diese Erklärung jederzeit widerrufen.

Meine Termine für die Abschlussprüfung fallen in die Zeit der Mutterschutzfristen. Darf ich trotzdem an der Prüfung teilnehmen?

Ja, Sie dürfen – wenn Sie sich gesund und fit fühlen – trotzdem an der Prüfung teilnehmen. Die Abschlussprüfung ist ein öffentlich-rechtliches Prüfungsverhältnis, für das die Beschäftigungsverbote der §§ 3, 4 MuSchG (Mutterschutzgesetz) nicht gelten.

Beachten Sie aber bitte, dass bei der Prüfung für Sie die gleichen Bedingungen gelten wie für alle anderen Prüflinge – eine Sonderbehandlung gibt es nicht.

Ich habe gerade mit meiner Ausbildung begonnen und bin nun schwanger. Kann mir nun in der Probezeit gekündigt werden?

Nein, die Kündigung in der Probezeit ist nach § 9 Abs. 1 Mutterschutzgesetz (MuSchG) unzulässig. Für die Kündigung Schwangerer gelten besondere Bestimmungen.

Welche Kündigungsmöglichkeiten habe ich als schwangere Auszubildende?

Sie können Ihr Ausbildungsverhältnis ohne Einhaltung einer Frist bis zum Ende der Schutzfrist nach der Entbindung (8 Wochen nach der Entbindung, § 6 Abs. 1 MuSchG) kündigen (§ 10 Abs. 1 MuSchG).  Dies können Sie während der Schwangerschaft oder auch während der Mutterschutzfristen tun. Möchten Sie vor Ende der Schutzfrist nach der Geburt mit der Ausbildung aufhören, können Sie mit Ihrem Ausbildungsbetrieb einen Aufhebungsvertrag abschließen.

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T

Teilzeitberufsausbildung

Ich habe ein Kind bekommen und möchte nun eine Ausbildung absolvieren. Wie bekomme ich Kind und Ausbildung zeitlich unter einen Hut?

Sie haben die Möglichkeit, Ihre Ausbildung in Teilzeit zu absolvieren.

Hierfür gibt es folgende Möglichkeiten. Die tägliche oder wöchentliche Ausbildungszeit kann verkürzt werden. Beträgt die Verkürzung nicht weniger als 75 % der regulären Ausbildungszeit, so bleibt die reguläre Ausbildungszeit unverändert. Fällt die Verkürzung der täglichen oder wöchentlichen Ausbildungszeit höher aus, so muss in der Regel die Gesamtausbildungszeit verlängert werden.

Nähere Informationen finden Sie hier.

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U

Überstunden

Bei uns im Betrieb ist immer wieder sehr viel los und dann fallen auch mal Überstunden an. Wie bekommen Auszubildende diese ausgeglichen?

Aus § 17 Abs. 3 BBiG ergibt sich, dass eine über die vereinbarte regelmäßige tägliche Ausbildungszeit hinausgehende Beschäftigung besonders zu vergüten oder durch entsprechende Freizeit auszugleichen ist. Mehrarbeitsstunden werden auf der Grundlage der Ausbildungsvergütung ausgezahlt (Teilung der monatlichen Gesamtvergütung durch die Zahl der Beschäftigungsstunden = „Stundenlohn“; LAG Sachsen 9Sa 269/07). In begrenztem Umfang ist es auch möglich, Überstunden durch Freizeit auszugleichen.

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Umschulung

Für wen kommt eine berufliche Umschulung in Frage und wie läuft diese ab?

Eine Umschulung soll nach § 1 Abs. 5 Berufsbildungsgesetz (BBiG) zu einer anderen beruflichen Tätigkeit befähigen.

Wenn jemand ohne vorherige Berufspraxis direkt im Anschluss an eine Berufsausbildung eine Umschulung beginnen möchte, so liegt keine Umschulung sondern eine Zweitausbildung vor.

Bei der Durchführung von Umschulungen ist darauf zu achten, dass die besonderen Erfordernisse der beruflichen Erwachsenenbildung berücksichtigt werden.

Ein Merkblatt zu den Voraussetzungen sowie einen Umschulungsvertrag finden Sie hier.

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Urlaub

Wie viele Urlaubstage stehen Auszubildenden im Jahr zu?

Wie viele Urlaubstage Auszubildenden zustehen, ergibt sich aus dem Ausbildungsvertrag.

Grundlage für die Gewährung von Urlaub kann das Jugendarbeitsschutzgesetz, das Bundesurlaubsgesetz oder ein branchenbezogener Tarifvertrag sein.

Bei Auszubildenden, die zu Beginn des Kalenderjahres das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, richtet sich der gesetzliche Mindesturlaub nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz. Der Jahresurlaub für Jugendliche staffelt sich nach dem Lebensalter zu Beginn des Kalenderjahres:

- unter 16jährige erhalten 30 Werktage
- unter 17jährige erhalten 27 Werktage
- unter 18jährige erhalten 25 Werktage.

Für alle Auszubildenden, die zu Beginn des Kalenderjahres das 18. Lebensjahr bereits vollendet haben, richtet sich der gesetzliche Mindesturlaub nach dem Bundesurlaubsgesetz. Der Jahresurlaub beträgt mindestens 24 Werktage (oder 20 Arbeitstage).

Sofern der Ausbildungsbetrieb eine tarifliche Regelung zugrunde legt, ist diese anzuwenden. Falls bei jugendlichen Auszubildenden der Urlaubsanspruch nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz höher ist als der nach der tariflichen Regelung, so gilt die Regelung nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz.

Die Dauer des Urlaubs kann in Werktagen oder in Arbeitstagen ausgedrückt werden.

Werktage sind alle Tage, außer Sonntage und Feiertage, von Montag bis Samstag (6-Tage-Woche).

Wenn der Urlaub in Werktagen bemessen ist, wird die Urlaubswoche mit 6 Tagen auf den Jahresurlaub angerechnet, auch dann, wenn tatsächlich nur an 5 Tagen in der Woche gearbeitet wird.

Arbeitstage sind die Wochentage von Montag bis Freitag (5-Tage-Woche) außer Feiertage, die auf einen Wochentag von Montag bis Freitag fallen. Die Urlaubswoche wird mit 5 Tagen angerechnet, auch dann, wenn der Samstag ein Tag ist, an dem auch schon einmal gearbeitet wird.

Bruchteile von Urlaubstagen, die mindestens einen halben Tag ergeben, sind auf volle Urlaubstage aufzurunden.

Wie sieht der Urlaubsanspruch im 1. Ausbildungsjahr aus, wenn das Ausbildungsverhältnis am 01.08. beginnt?

Beginnt das Ausbildungsverhältnis am 01.08. oder später, ist der Urlaubsanspruch je nach zugrunde liegender Regelung zu Zwölfteln. Falls das Ausbildungsverhältnis aber zum 01.07. oder früher beginnt, entsteht ein Urlaubsanspruch mindestens nach dem Bundesurlaubs- bzw. Jugendarbeitsschutzgesetz. Gehen tarifliche Regelungen über den gesetzlichen Urlaubsanspruch hinaus, so ist der tarifliche Urlaub zu gewähren.

Mein Vertrag geht bis Ende August. Am 28. Juni ist meine letzte Prüfungsleistung. Wenn ich diese bestehe, endet an diesem Tag mein Ausbildungsverhältnis. Laut Ausbildungsvertrag habe ich für das letzte Jahr 24 Urlaubstage und wollte diese im Juni auch nehmen. Mein Chef sagt nun, dass ich nur die Hälfte bekomme - ist das richtig?

Ja, das ist richtig! Ihr Ausbildungsvertrag endet im zweiten Halbjahr (Ende August). Wenn der Vertrag im zweiten Halbjahr endet muss in den Ausbildungsvertrag zunächst der volle Urlaubsanspruch eingetragen werden, da ja noch nicht absehbar ist, ob und wann der Vertrag ggf. durch bestandene Prüfung früher endet.

Wenn das Ausbildungsverhältnis nun tatsächlich mit Bestehen der Prüfung bereits früher endet, dann ist für den Urlaubsanspruch dieser Zeitpunkt relevant.

Ihre Ausbildung wird mit Bestehen der Prüfung am 28.06. enden und somit im ersten Halbjahr. Ihr Chef ist damit berechtigt, den Jahresurlaub zu zwölfteln (§ 5 Abs. 1c BUrlG). Der Urlaubsanspruch berechnet sich somit wie folgt: 24 : 12 = 2 Tage pro Monat x 6 Monate (bis Ende Juni) = 12 Urlaubstage bis zu Ihrem Ausscheiden.

Wer bestimmt über Zeitpunkt und Länge meines Urlaubs?

Ich möchte gerne Urlaub nehmen, aber mein Ausbilder sagt, dass es zu dem von mir gewünschten Zeitpunkt nicht möglich ist.

Wann und in welchem Zeitabschnitt Urlaub genommen werden kann, legt der Betrieb fest. Ihre Urlaubswünsche sollten aber berücksichtigt werden. Davon kann der Betrieb nur abweichen, wenn dringende betriebliche Gründe oder Urlaubswünsche anderer Auszubildender unter sozialen Gesichtspunkten vorrangig zu berücksichtigen sind.

Der Urlaub sollte möglichst in den Berufsschulferien genommen werden. Liegt der Urlaub außerhalb der Schulferien, sind Sie weiterhin verpflichtet zur Berufsschule zu gehen. Wenn der Betrieb keine Möglichkeit hat, Urlaub während der Berufsschulferien zu gewähren, werden Berufsschultage selbstverständlich nicht auf den Urlaub angerechnet.

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V

Verbundausbildung

Wir würden gerne eine(n) Auszubildende(n) einstellen, können aber vermutlich nicht alle Ausbildungsinhalte für den Beruf abdecken. Können wir trotzdem ausbilden?

Eine Möglichkeit, diese Hindernisse auf dem Weg zur eigenen Ausbildung zu überwinden, stellt die Kooperation mit anderen Betrieben dar.

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die Schaffung zusätzlicher betrieblicher Ausbildungsstellen im Rahmen der sog. Verbundausbildung.

Welche Voraussetzungen Sie erfüllen und welche Anträge Sie stellen müssen, finden Sie hier.

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Vergütung (siehe Ausbildungsvergütung)

Verkürzung der Ausbildung

Unter welchen Voraussetzungen und um wie viele Monate kann ich meine Ausbildung verkürzen?

Für die Verkürzung der Ausbildungszeit gibt es bestimmte Richtlinien.

Ferner müssen sich beide Vertragsparteien über die Verkürzung einig sein und diese vertraglich festhalten. Eine Ausbildungszeitverkürzung kann bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen auch noch während der Ausbildung vorgenommen werden. Die vertragliche Anpassung muss bei der IHK eingereicht werden.

Neben der Verkürzung der Ausbildungszeit besteht auch noch die Möglichkeit der vorzeitigen Zulassung zur Abschlussprüfung.

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Verlängerung der Ausbildung

Ich war während der Ausbildung längere Zeit krank. Kann ich die Ausbildungszeit verlängern?

Die IHK als zuständige Stelle kann in Ausnahmefällen die Ausbildungszeit verlängern. Dafür müssen gemäß § 8 Abs. 2 BBiG drei Voraussetzungen vorliegen:

  • Die Verlängerung muss erforderlich sein, um das Ausbildungsziel zu erreichen
  • Es muss ein Ausnahmefall vorliegen
  • Der Auszubildende muss die Verlängerung beantragen.

Wenn Sie  längere Zeit krank waren und Ausbildungsinhalte versäumt haben, dann besteht ggf. die Möglichkeit, dass das Ausbildungsziel nicht erreicht bzw. die Abschlussprüfung nicht bestanden wird.
Eine längere Krankheit, z. B. nach einem Unfall, beinhaltet ggf. einen solchen Ausnahmefall. Sie müssen dann einen formlosen Antrag an die IHK stellen, in dem Sie die Gründe der Verlängerung darlegen (hier die Dauer der Ausfallzeiten durch Krankheit). Die IHK prüft und entscheidet nach Lage des Einzelfalls.

Verlängert sich die Ausbildungszeit durch die Mutterschutzfristen automatisch?

Nein. In der Regel erfolgt keine Verlängerung der Ausbildungszeit.

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Vermögenswirksame Leistungen

Bekomme ich während meiner Ausbildung vermögenswirksame Leistungen?

Hierzu sollten Sie sich bei Ihrem Ausbildungsbetrieb informieren, denn dies ist von Unternehmen zu Unternehmen verschieden. Manche Unternehmen sind aufgrund Tarifvertrags dazu verpflichtet. Andere zahlen vermögenswirksame Leistungen freiwillig. Diese können bis zu 40,- € betragen.

Vermögenswirksame Leistungen können sich auf die Kindergeldzahlungen auswirken, da sich dadurch das Einkommen erhöht.

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Vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung

Unter welchen Voraussetzungen kann ich die Prüfung auch vorzeitig ablegen?

Eine vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung ist möglich, wenn Ihre Leistungen dies rechtfertigen (§ 45 Abs. 1 BBiG). Vorab muss die IHK dazu Ihren Ausbildenden und die Berufsschule anhören.

Nähere Informationen finden Sie hier.

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Z

Zeugnis

Habe ich nach Beendigung meiner Ausbildung einen Anspruch auf ein Zeugnis?

Ja. Der Ausbildende ist verpflichtet, bei Beendigung der Ausbildung ein Ausbildungszeugnis auszustellen (§ 16 Abs. 1 Satz 1 BBiG). Je nach Wunsch des Auszubildenden kann das Zeugnis ein einfaches oder ein qualifiziertes sein.

Ein einfaches Zeugnis muss folgende Angaben beinhalten:

Art, Dauer und Ziel der Berufsausbildung (Beruf) sowie die erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse.

Ein qualifiziertes Zeugnis muss darüber hinaus folgende Angaben beinhalten:

Angaben zur Führung und Leistung sowie zu besonderen fachlichen Fähigkeiten.


Die Beurteilung muss dem Grundsatz der Wahrheit entsprechen und das Wohlwollen des Arbeitgebers widerspiegeln.

Ausbildende können zur Erstellung des Zeugnisses den kostenlosen IHK-Ausbildungszeugnis-Assistenten nutzen.

Sollte der Ausbildende trotz mehrfacher Aufforderung des/der Auszubildenden kein Zeugnis ausstellen, kann dieses beim Arbeitsgericht eingeklagt werden.

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Zeugniszweitschrift

Ich habe mein Prüfungszeugnis verloren. Wo bekomme ich ein Neues?

Bei verlorengegangenen Prüfungszeugnissen haben Sie die Möglichkeit, sich für eine Gebühr in Höhe von 25,50 € eine Zweitschrift ausstellen zu lassen. Der Versand der Zweitschrift erfolgt per Nachnahme (4,40 €).

Einen Antrag finden Sie hier.

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