Ausbildungsberufsbezeichnung
Elektroniker für Geräte und Systeme/Elektronikerin für Geräte und Systeme
Ausbildungsbereich
Industrie und Handel
Ausbildungsdauer
3 1/2 Jahre
Struktur des Ausbildungsberufs
Monoberuf mit Differenzierungsmöglichkeiten durch Wahl-Einsatzfelder
Was ist neu?
Dieser Ausbildungsberuf ist eine Weiterentwicklung der bisherigen Berufe Industrieelektroniker/Industrieelektronikerin Fachrichtung Gerätetechnik und Kommunikationselektroniker/Kommunikationselektronikerin. Absolventen und Absolventinnen dieses Berufes sind im gesamten Lebenszyklus von Geräten und Systemen einsetzbar: Entwicklungsassistent zur Unterstützung der Entwickler, Anfertigen von Mustern und Unikaten, Einrichten und Überwachen der Serienfertigung, Prüfen und Inbetriebnehmen von Komponenten, Geräten und Systemen, Unterstützen der Anwender bei der Nutzung, Instandsetzen von Geräten und Systemen bis hin zur Verschrottung von Geräten und Systemen. Wichtig ist dabei, das Software integraler Bestandteil von Geräten und Systemen ist und damit IT-Kompetenzen unabdingbar zum Ausführen der arbeiten sind. Neu ist ebenfalls das in den Ausbildungsvorschriften verankerte Arbeiten mit englischsprachigen Unterlagen und das Kommunizieren in Englisch sowie die betriebswirtschaftliche Kompetenz.
Wie allen anderen neuen Elektroberufe hat auch dieser Ausbildungsberuf
- 50 % gemeinsame Qualifikationen mit den anderen elektrotechnischen Ausbildungsberufen (Kernqualifikationen) sowie 50 % berufsspezifische Fachqualifikationen,
- ist ausgerichtet an den Geschäftsprozessen des Einsatzgebietes des Ausbildungsbetriebes,
- hat eine zeitliche Gliederung, die die Verknüpfung von Kern- und Fachqualifikationen mit dem Einsatzgebiet verdeutlicht,
- eine "Gestreckte Abschlussprüfung", d. h. keine Zwischenprüfung, stattdessen einen vorgezogenen ersten Teil der Abschlussprüfung.
Inkrafttreten: 01. August 2003
Ausbildungsprofil/Ausbildungsberufsbild (Entwurf)
1. Berufsbezeichnung
Elektroniker für Geräte und Systeme/
Elektronikerin für Geräte und Systeme
2. Ausbildungsdauer
3 ½ Jahre
Die Ausbildung findet an den Lernorten Betrieb und Berufsschule statt.
3. Arbeitsgebiet
Elektroniker für Geräte und Systeme/Elektronikerin für Geräte und Systeme stellen Komponenten und Geräte her, nehmen sie in Betrieb und halten sie in Stand. Typische Einsatzfelder sind informations- und kommunikationstechnische Geräte, medizinische Geräte, Automotive-Systeme, Systemkomponenten, Sensoren, Aktoren, Mikrosysteme, EMS (Electronic Manufacturing Services), Mess- und Prüftechnik. Elektroniker für Geräte und Systeme/Elektronikerinnen für Geräte und Systeme üben ihre Tätigkeiten unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften und Sicherheitsbestimmungen selbständig aus und stimmen ihre Arbeit mit vor- und nachgelagerten Bereichen ab. Dabei arbeiten sie häufig im Team. Sie sind Elektrofachkräfte im Sinne der Unfallverhütungsvorschrift.
4. Berufliche Qualifikationen
Elektroniker für Geräte und Systeme/
Elektronikerinnen für Geräte und Systeme
- unterstützen Entwickler bei der Realisierung von Aufträgen. Dies kann die Analyse geforderter Funktionalitäten und technischer Umgebungsbedingungen sowie die Konzipierung von Schaltungen sein;
- stellen Muster und Unikate her. Dazu wählen sie mechanische, elektrische und elektronische Komponenten aus, passen sie an und montieren sie zu Systemen, installieren und konfigurieren Programme; prüfen Geräte und erstellen Gerätedokumentationen;
- erstellen Layouts und Fertigungsunterlagen;
- vergeben und koordinieren von Aufträgen zur Beschaffung von Bauteilen, Hilfsstoffe und Betriebsmittel für die Realisierung von internen und externen Kundenaufträgen;
- planen und steuern Produktionsabläufe, organisieren Gruppenarbeit;
- richten Fertigungs- und Prüfmaschinen ein, programmieren, optimieren und warten sie;
- wirken bei der Analyse und Optimierung von Fertigungsprozessen mit;
- prüfen Komponenten und Geräte und setzen sie in Stand;
- arbeiten auch mit englischsprachigen Unterlagen und kommunizieren auch in englischer Sprache.
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