Einführung des elektronischen Verbrauchsteuersystems EMCS ab 1. April 2010

Das Excise Movement and Control System (EMCS) ist ein EDV-gestütztes Beförderungs- und Kontrollsystem für verbrauchsteuerpflichtige Waren, wie bspw. Alkohol und Tabak.  Es wird das derzeitige ausschließlich papiergestützte Verfahren zur Beförderung verbrauchsteuerpflichtiger Waren unter Steueraussetzung zwischen mehreren Mitgliedstaaten  und im Inland ab dem 1. April 2010 schrittweise bis zum 1. Januar 2012 durch ein elektronisches Verfahren ersetzen.

Das Bundesfinanzministerium weist dringlich auf das Erfordernis der vorherigen Anmeldung für das elektronische Verfahren hin. Näheres können Sie einem Schreiben des BMF entnehmen.

Nach den Vorgaben der Neufassung der Verbrauchsteuersystemrichtlinie wird Deutschland seinen EMCS-Betrieb mit der Bestimmungsstellenfunktionalität zum 1. April 2010 beginnen. Ab diesem Zeitpunkt muss ein EMCS-Verfahren, das in einem anderen Mitgliedstaat (elektronisch) eröffnet wurde, von einem deutschen Empfänger auch elektronisch in EMCS beendet werden. Ab dem 1. April 2010 können Unternehmen in Deutschland auf freiwilliger Basis sowohl Beförderungsverfahren unter Steueraussetzung zwischen den Mitgliedstaaten als auch innerdeutsch elektronisch in EMCS eröffnen. Ausgenommen sind zunächst Beförderungen nach Dänemark und Polen, die weiterhin papiergestützt abgewickelt werden müssen.

Ab dem 1. Januar 2011 ist für Beförderungen Steueraussetzung, die mehrere Mitgliedstaaten betreffen, das EMCS-Verfahren zwingend vorgeschrieben, während dies im Inland erst ab dem 1. Januar 2012 gilt. 

Nähere Informationen erhalten Sie auf den Seiten des Zoll und der Europäischen Union. Insbesondere finden Sie hier eine detaillierte Verfahrensanweisung zum Umgang mit dem IT-Verfahren.

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