Duisburger Schulmodell: Eine Brücke für Jugendliche in die Wirtschaft



(4. Juni 2013) Eine wirtschaftsnahe Berufsorientierung hat sich das Duisburger Schulmodell auf die Fahnen geschrieben. Das Projekt der Niederrheinischen IHK hilft Schülerinnen und Schülern von Haupt-, Real-, und Gesamtschulen bei der Suche nach einem passenden Ausbildungsberuf. Durch das Anfang 2011 ins Leben gerufene Projekt wurden bisher mehr als 200 Jugendliche in Unternehmen vermittelt – wie jetzt auch Patryck Pankowski, Schüler der August-Thyssen-Realschule in Hamborn.


Als der junge Mann zum ersten Mal das Foyer der Niederrheinischen IHK betrat, war ihm durchaus etwas mulmig. Denn an diesem Tag sollte sein Bewerbungsgespräch für einen Ausbildungsplatz als Elektroniker bei den Stadtwerken Duisburg stattfinden. Die Chance, einen regional ansässigen Ausbildungsbetrieb kennenzulernen, erhielt er im Rahmen des Duisburger Schulmodells. Dessen Projektkoordinator Yassine Zerari: „Unternehmen und Bewerber können sich bei der IHK zu ersten Kontaktgesprächen treffen. Dabei geht es zunächst um ein gegenseitiges Kennenlernen. Aber es kann auch fließend in ein Bewerbungsgespräch übergehen, wenn die Voraussetzungen dafür stimmen.“


Das war auch bei Patryck Pankowski der Fall, der erst vor sieben Jahren aus Polen nach Deutschland gekommen war. Der Jugendliche hatte sich mit der Unterstützung von Zerari gründlich auf das Gespräch vorbereitet – und erhielt unter anderem Hilfe bei seiner Bewerbung sowie durch ein simuliertes Vorstellungsgespräch. Der Schüler musste zudem Informationen über den Ausbildungsbetrieb recherchieren und begründen, weshalb gerade er geeignet ist, die Lehrstelle anzutreten. So gerüstet, wurde er beim Ausbildungsverantwortlicher der Stadtwerke Duisburg, Joachim Sulberg, vorstellig. Sulberg war von Beginn an beeindruckt: „Patryck hat sich bestens vorbereitet und zeigte mir deutlich, wie motiviert er ist.“ Das Duisburger Schulmodell sei ein hervorragendes Projekt, um Kontakte zu Schülerinnen und Schülern aufzubauen und Lehrstellen passgenau zu besetzen.


Auch einen Einstellungstest im weiteren Verlauf des Bewerbungsverfahrens meisterte der Schulabgänger mit Bravour. Überglücklich erhielt er die Zusage, seine Ausbildung am 1. September antreten zu können. „Zu Beginn wusste ich nicht so recht, was mich erwartet. Allerdings bin ich froh, dass es durch die Unterstützung des Duisburger Schulmodells gelungen ist, bei den Stadtwerken in Duisburg zu starten“, so Patryck Pankowski. Wie ihm erging es weiteren 93 Schülerinnen und Schülern, die in diesem Jahr mit der Hilfe des Schulmodells einen Ausbildungsplatz gefunden haben. Mehr als 80 Ausbildungsbetriebe engagieren sich inzwischen in dem IHK-Projekt und unterstützen es durch die Expertise ihrer Personalverantwortlichen.

Im Bild: Patryck Pankowski (m.), mit Yassine Zerari (l.) und Joachim Sulberg, erhielt in der Ausbildungswerkstatt der Stadtwerke Duisburg erste Einblicke in sein zukünftiges Arbeitsumfeld.

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