Eignung der Ausbildungsstätte

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Es bleibt bei dem Grundsatz, dass die Ausbildungsstätte für die Vermittlung der Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten geeignet sein muss und die Zahl der Auszubildenden in einem angemessenen Verhältnis zur Zahl der Plätze oder zur Zahl der beschäftigten Fachkräfte stehen muss (Paragraf 27). Ausnahmen sind möglich, wenn die beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten durch Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte vermittelt werden können beziehungsweise Teile der Ausbildung im Ausland absolviert werden.

Es gilt weiterhin, dass, wenn eine Gefährdung des Auszubildenden zu erwarten oder ein Mangel nicht innerhalb einer gesetzten Frist beseitigt ist, die Industrie- und Handelskammer dies der nach Landesrecht zuständigen Behörde mitteilen muss. In diesem Zusammenhang ist allerdings darauf hinzuweisen, dass einige Landesregierungen planen, im Sinne des Bürokratieabbaus diese Kompetenz den Industrie- und Handelskammern zu übertragen (Paragraf 105). Dies gilt insbesondere für Fälle der Untersagung des Einstellens und Ausbildens. Damit ist aber keine Fachaufsicht verbunden.

Quelle: Berufsbildungsgesetz von A-Z, Dr. Bettina Wurster, DIHK (Stand 06.06.2005)

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