EU-Biozidprodukte-Verordnung: Hersteller und Importeure von Bioziden müssen bis 1. September 2015 Aufnahme in "Artikel 95-Liste" sicherstellen

 Ab 1. September 2015 dürfen Unternehmen Biozidprodukte nur noch in Verkehr bringen, wenn der jeweilige Hersteller oder Importeur für den entsprechenden Wirkstoff in der Liste nach Artikel 95 der Biozidprodukte-Verordnung (BPV) aufgeführt ist. Betroffene Unternehmen sollten rechtzeitig mit ihren Vorbereitungen zur Aufnahme in die Liste beginnen.

 Nach der BPV darf ab September ein Biozidprodukt, das aus einem in der von der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) veröffentlichten Liste ("Artikel 95-Liste") aufgeführten Stoff besteht, diesen enthält oder erzeugt, nur noch dann vermarktet werden, wenn der Stoff- oder Biozidproduktehersteller bzw. der jeweilige Lieferant für die entsprechende Produktart in der Liste aufgeführt ist. Wird ein Biozidprodukt von außerhalb der EU importiert, muss der Importeur in der Liste stehen.

Anbieter, die Biozidprodukte in Verkehr bringen, können anhand der "Artikel 95-Liste" prüfen, ob ihre Lieferanten für die jeweiligen Produktarten gelistet sind und ggf. darauf drängen, dies bis zum 1. September sicherzustellen.

Um in die Liste aufgenommen zu werden, müssen Unternehmen bei der ECHA ein Dossier oder aber eine Zugangsbescheinigung für ein Dossier eines anderen Unternehmens einreichen. Firmen, die am Arbeitsprogramm gemäß Artikel 89 der Biozidverordnung teilnehmen, werden automatisch in die Artikel 95-Liste aufgenommen.

Zur aktuellen "Artikel 95-Liste" (Stand: 30.01.2015) gelangen Sie hier. Sie wird von der ECHA regelmäßig aktualisiert werden. Weiterführende Informationen der ECHA zur Frist 1. September 2015 (auf Englisch) finden Sie unter diesem Link.

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