EMAS-Tag in Duisburg

EMAS = Eco-Management and Audit Scheme, ist ein weltweit anerkanntes freiwilliges Instrument der Europäischen Union, das Unternehmen und Organisationen jeder Größe und Branche dabei unterstützt, ihre Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern. Dabei werden Unternehmen und andere Organisationen mit dem EMAS-Logo ausgezeichnet. EMAS-registrierte Unternehmen haben u. a. Vorteile bei der öffentlichen Beschaffung, erhalten Gebührenreduktion sowie Verwaltungserleichterungen. Zudem können sich Kostenvorteile bei Versicherungsprämien sowie bei der Kreditvergabe ergeben. Zugleich verbessern EMAS-Teilnehmer kontinuierlich ihre Umweltleistung.

 

Viele Unternehmen stellen sich die Frage, wie kann ich EMAS in meinem Betrieb einführen, was bringt mir eine Registrierung, welche Kosten kann ich damit sparen und welche Marketingaktivitäten starten? Über diese und weitere Fragen haben die IHKs in NRW unter Federführung der Niederrheinischen IHK, als zentrale Registrierungsstelle der IHKs in NRW, beim gemeinsamen kostenfreien „EMAS-Tag in Duisburg – Chancen nutzen – Vorteile bündeln“ am 26. November 2014, 10.00 - 15.30 Uhr, informiert.

Dabei konnten sich die gut 50 Teilnehmer für ein Mitwirken an drei Veranstaltungsblöcken entscheiden. Für noch nicht im EMAS-Register eingetragene Unternehmen empfahl sich die Teilnahme an den Teilen 1, Einführung von EMAS und 2, EMAS geschickt nutzen. Vorgetragen haben zum Thema Chancen, Nutzen und Vorteile von EMAS, Jakob Flechtner, Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V., und Dr. Heinz Herzog, CWS-Lackfabrick Conrad W. Schmidt GmbH & Co. KG. Durch zwei Praxisberichte sowohl zur praktischen Einführung von EMAS im Unternehmen durch Joachim Ganse, KPMG Cert GmbH, sowie durch Bernd Dorlöchter von der KS-Recycling GmbH & Co. KG konnte den Unternehmen der Werdegang vom Entscheidungsprozess bis zur Einführung des Umweltmanagements EMAS detailliert veranschaulicht werden. Für die bereits im EMAS-Register eingetragenen Organisationen, waren vor allem die Teile 2 und 3, Erfahrungsaustausch EMAS registrierter Unternehmen, interessant. So hat Annette Schmidt-Räntsch vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit zu aktuellen politischen Entwicklungen informiert. Veit Moosmayer, Geschäftsführer des Umweltgutachterausschusses hat mit seinem Einblick in die Marketingmöglichkeiten mit dem EMAS-Logo den Reigen der Referenten komplettiert.

Einen besonderen Stellenwert an diesem Tag hatte die Ehrung von besonders engagierten im EMAS-Register eingetragenen Organisationen. Durch die freiwillige Teilnahme an EMAS tragen sie zu einer nachhaltigen Entwicklung in der Gesellschaft bei und wurden für ihr über 15-jähriges Engagement mit einer Urkunde ausgezeichnet.

 

Denn EMAS ist damit aktueller denn je: Als modernes Management- und Auditsystem hilft es den teilnehmenden Organisationen, sich zukunftsorientiert aufzustellen – indem sie ihre Innovationsfähigkeit verbessern, ihre Umweltbelastungen und ihre Kosten reduzieren und ihren Ruf in der Öffentlichkeit stärken.

Mit EMAS schärfen Unternehmen das Bewusstsein für die Auswirkungen ihres Handelns, können Verbesserungspotenziale identifizieren und Schwachstellen beseitigen. Wesentlich für die Verbesserung der Umweltleistung ist der kontinuierliche Prozess, den EMAS anstößt und aufrecht erhält und der durch die jährlichen Aktualisierungen der Umwelterklärung und die im regelmäßigen Turnus durchzuführenden Revalidierungen durch externe UmweltgutachterInnen bestätigt wird.

Über diese Aspekte und ihre Erfahrungen haben sich, als abschließenden Punkt einer gut besuchten und informativen Veranstaltung in Duisburg, auch die teilnehmenden Unternehmen und Organisationen ausgetauscht.

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EMAS - Aktuelle Entwicklungen