„Duisburger Schulmodell“ forciert Bündnisse zwischen Schulen und Wirtschaft

Über 50 Unternehmen ziehen zum Auftakt bereits mit

Ein an Rhein und Ruhr wohl einmaliges Projekt zur Mobilisierung von Auszubildenden haben die Niederrheinische IHK, das Jobcenter Duisburg, die Duisburger Bildungsholding sowie die Agentur für Arbeit ins Leben gerufen: Das „Duisburger Schulmodell“ soll in Zukunft möglichst vielen Schülerinnen und Schülern mit Startschwierigkeiten den Weg in den Beruf ebnen. Bei einer Auftaktveranstaltung am 2. Februar im Wasserturm Duisburg-Hochfeld stellten die Initiatoren das Modell vor, und rund 100 Jugendliche nutzten das Informationsangebot der ausstellenden Unternehmen und Organisationen.


Die Projektpartner sehen das Duisburger Schulmodell als Reaktion auf den sich abzeichnenden demografischen Wandel. Um den Trend der abnehmenden Einwohner- und Schülerzahlen und den damit verbundenen Fachkräftemangel zu mildern, soll Jugendlichen gezielt Hilfestellung beim Übergang von der Schule in den Beruf angeboten werden. Dafür hatten die Initiatoren bereits vor dem offiziellen Start des Projekts Kontakt zu zehn Haupt-, Real- und Gesamtschulen im Stadtgebiet aufgenommen und auf diese Weise 600 Schülerinnen und Schüler angesprochen. 450 potenzielle Auszubildende wurden dabei in Workshops betreut – 300 von ihnen nutzten im Anschluss daran die Möglichkeit, individuelle Beratungsgespräche mit den Projektkoordinatoren zu führen.


Den jungen Leuten werden Gespräche zu Ausbildungsbetrieben im Stadtgebiet vermittelt, in denen sie ihre individuellen Stärken identifizieren und mit Blick auf die Bedürfnisse der Unternehmen abstimmen konnten. Denn auch diese haben die Projektpartner mit ins Boot geholt: Über 50 Unternehmen der Metall- und Elektrobranche, aus der Gastronomie und dem kaufmännischen Bereich hatten sich im Vorfeld bereit erklärt, die Perspektiven der Jugendlichen durch Berufswahlorientierungsangebote zu fördern.


Im Rahmen einer Kontaktmesse knüpften und vertieften die in Hochfeld vertretenen Schülerinnen und Schüler der GHS Friedrich-Ebert-Straße, GHS Beim Knevelshof, August-Thyssen-Realschule, Erich-Kästner-Gesamtschule ihre Kontakte zur Wirtschaft. Für sie bestand neben dem Ausstellungsangebot die Möglichkeit, in diversen Workshops wie Bewerbungstrainings und Selbstpräsentationsübungen ihr Auftreten zu verbessern und die Erwartungen der Betriebe an Bewerber kennenzulernen.


Weitere Informationen und Ansprechpartner für Unternehmen und Schulen sind die Projektkoordinatoren bei der Niederrheinischen IHK, Sebastian Lehmann, Telefon: 0203 2821-216, E-Mail: lehmann.du-schulmodell@niederrhein.ihk.de, und Yassine Zerari, Telefon: 0203 2821-264, E-Mail: zerari.du-schulmodell@niederrhein.ihk.de.

(2. Februar 2011)

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