Chemikant/-in

Ausbildungsberufsbezeichnung

Chemikant/Chemikantin - neue Ausbildungsverordnung in Kraft seit 1. August 2009

Ausbildungsdauer

3 Jahre und 6 Monate.
Die Berufsausbildung findet an den Lernorten Betrieb und Berufsschule statt.

Ausbildungsinhalte

Im 1. Ausbildungsjahr lernen die Auszubildenden im Ausbildungsbetrieb beispielsweise:

  • wie man Stoffkonstanten, insbesondere Viskosität, Brechzahl und Schmelztemperatur, bestimmt und auswertet

  • wie man Feststoff-Flüssigkeitsgemische vor allem durch Sedimentieren und Filtrieren trennt

  • wie man Rohre und Rohrleitungsteile verbindet und abdichtet

  • wie man Druck, Differenzdruck, Füllstand, Durchfluss, Menge und Temperatur misst

  • wie Fördermittel ausgebaut, eingebaut und in Betrieb genommen werden

  • wie man Produktionsprozesse einschließlich der Ver- und Entsorgung beschreibt und Umweltschutzmaßnahmen berücksichtigt

Während des 2. Ausbildungsjahres wird den Auszubildenden u.a. vermittelt:

  • wie man betriebsübliche Analyseverfahren, insbesondere fotometrische oder chromatografische, anwendet und auswertet

  • wie man Gemische durch Umkristallisieren und Destillieren reinigt

  • wie man Elementen eines Regelkreises Funktionen zuordnet

  • wie man Anlagen oder Teilanlagen anfährt, abfährt und im Rahmen der Betriebsanweisung fährt

Im 3. und 4. Ausbildungsjahr lernen die Auszubildenden:

  • wie man Geräte und Anlagen zum Destillieren und Rektifizieren, zum Sedimentieren, Zentrifugieren und Filtrieren unterscheidet und einsetzt

  • wie man logische Grundschaltungen aufbaut und prüft

  • wie Prozessabläufe dokumentiert werden

  • wie man Produktionseinrichtungen instand hält

  • wie man Programme für speicherprogrammierbare Steuerungen eingibt und testet

Darüber hinaus lernt man die Fertigkeiten und Kenntnisse, die in den vier ausgewählten Wahlqualifikationseinheiten vermittelt werden.

Während der gesamten Ausbildung wird den Auszubildenden Folgendes vermittelt:

  • Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht

  • Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes

  • betriebliche Maßnahmen zum verantwortlichen Handeln (Responsible Care): Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, Anlagensicherheit, Umweltschutz, Qualitätsmanagement, Kundenorientierung, kostenorientiertes Handeln

  • Arbeitsorganisation und Kommunikation: Planen und Steuern von Prozess-, Betriebs- und Arbeitsabläufen, Arbeiten im Team, Informationsbeschaffung und Dokumentation, Kommunikations- und Informationssysteme

In der Berufsschule sind folgende Lernfelder Gegenstand des theoretischen Unterrichts:

  • Stoffe vereinigen und zur Reaktion bringen

  • Stoffsysteme trennen und reinigen

  • Stoffgrößen und Stoffzustände in der Produktionsanlage erfassen

  • in der Produktionsanlage Arbeitsmittel bedienen und instand halten

  • Prozesse kontrollieren und dokumentieren

  • Stoffsysteme thermisch trennen

  • organische Grundchemikalien handhaben

  • Gehaltskontrollen und Qualitätsprüfungen durchführen

  • Stoffgemische mechanisch trennen

  • Stoffsysteme durch Destillation trennen

  • Stoffsysteme durch Rektifikation trennen

  • Produkte großtechnisch herstellen

  • Prozesse beeinflussen

  • Produktionsprozesse fahren und überwachen

Dazu kommen weitere Wahlpflicht-Lernfelder.

Organisation der Ausbildung

Ausbildungsnachweise

 

Verkürzung/Verlängerung der Ausbildungszeit
Vertragsänderung

 

Berufsausbildungsvertrag

Ausbildungsvergütung

Urlaubsanspruch

Ausbildungsverordnung

 

Rechte und Pflichten in der Berufsausbildung

 

Aktuelle News

  • ...

Prüfung

Ausbildungsprüfungsordnung

 

Allgemeine Informationen

 

Abschlussprüfung Teil 1

 

Abschlussprüfung Teil 2


Prüfungsstatistik


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