Biologielaborant/-in

Ausbildungsberufsbezeichnung

Biologielaborant/Biologielaborantin

Ausbildungsbereich

Industrie und Handel

Struktur des Ausbildungsberufs

Die Ausbildung besteht aus gemeinsame integrativ zu vermittelnde und berufsspezifische Pflichtqualifikationen sowie Wahlqualifikationen.

Ausbildungsdauer

3 1/2 Jahre
Die Ausbildung findet an den Lernorten Betrieb und Berufsschule statt.

Was ist neu?

Anlass für die Neuordnung im Jahr 2009 war es die bisher befristete gestreckte Abschlussprüfung in Dauerrecht zu überführen. In diesem Zusammenhang wurde die gesamte Verordnung neu veröffentlicht. Der Verordnungstext wurde dabei an aktuelle Standards angepasst. Die neue Systematik der Prüfungsparagrafen ist dabei mit einer neuen Schneidung der Prüfungsbereiche verbunden. Die materiellen Anforderungen bleiben unverändert. Wirtschafts- und Sozialkunde wird nur noch in Teil 2 geprüft, trägt aber wie bisher 10% zum Gesamtergebnis der Abschlussprüfung bei.

Bestehen bleibt auch die seit 2002 mit Inkrafttreten der Erprobungsverordnung gültige zeitliche und sachliche Gliederung der Ausbildung.
Die Struktur der Ausbildung hat sich bewährt und bleibt erhalten, ebenso das gemeinsame Strukturkonzept mit der Ausbildung zum/zur Chemie-  sowie zum/zur  Lacklaborant/in. Strukturelemente sind Pflicht- und Wahlqualifikationen, wobei sich die Pflichtqualifikationen in gemeinsame integrative Qualifikationen und berufsspezifische Pflichtqualifikationen gliedern.
Unter Beachtung von Auswahlregeln sind insgesamt 6 Wahlqualifikationen im zeitlichen Umfang von insgesamt 78 Wochen in die Ausbildung zu integrieren."

Inkrafttreten

1. August 2009

Die Verordnung ist für alle Ausbildungsverhältnisse mit Beginn ab dem 1.8.2009 gültig und ersetzt die Verordnung aus dem Jahr 2000 sowie hinsichtlich der Prüfungsregelungen die Erprobungsverordnung aus dem Jahr 2002/2007.

Ausbildungsprofil

1. Berufsbezeichnung
Biologielaborant/Biologielaborantin

2. Ausbildungsdauer
3 1/2 Jahre
Die Ausbildung findet an den Lernorten Betrieb und Berufsschule statt.

3. Arbeitsgebiet
Die Arbeit von Biologielaboranten/innen liegt schwerpunktmäßig im naturwissenschaftlichen Bereich. Sie verfügen einerseits über ein breit angelegtes naturwissenschaftliches und biologisches Grundwissen und haben im letzten Drittel ihrer Ausbildung - abhängig von den betrieblichen Ausbildungsmöglichkeiten - Spezialkenntnisse und -fertigkeiten erworben. Biologielaboranten/innen können deshalb in vielen unterschiedlichen Fachbereichen team- und projektorientiert arbeiten.
Sie kooperieren dabei eng mit Naturwissenschaftler/innen in den Forschungs- und Entwicklungslaboratorien der chemischen und pharmazeutischen Industrie, an Hochschulen, sowie in Instituten und sonstigen Forschungseinrichtungen. Sie führen insbesondere Versuche in den Bereichen der Grundlagenforschung, der Arzneimittelforschung und -entwicklung, aber auch in anderen Bereichen, wie z. B. der Diagnostik oder des Pflanzenschutzes, durch.

4. Berufliche Qualifikationen
Biologielaboranten und Biologielaborantinnen

  • planen gemeinsam mit Naturwissenschaftler/innen Versuche und führen diese unter Beachtung der Regelungen zur Arbeitssicherheit sowie zum Umwelt- und Gesundheitsschutz durch,
  • berücksichtigen mit hohem Verantwortungsbewusstsein die Bestimmungen zum Tierschutz,
  • wenden Maßnahmen des Qualitätsmanagements bei ihrer Arbeit an,
  • führen Untersuchungen an Tieren, Pflanzen, Mikroorganismen und Zellkulturen durch,
  • erwerben ausgeprägte manuelle Fertigkeiten und sind in der Lage, anspruchsvolle Präparationen durchzuführen,
  • entwickeln gemeinsam mit Naturwissenschaftler/innen Untersuchungsmodelle für Wirkstoffprüfungen,
  • überprüfen spezifische Wirkstoffe an Organismen,
  • führen molekularbiologische und biochemische Untersuchungen sowie gentechnische Experimente durch,
  • wenden biotechnologische Verfahren an,
  • beobachten und protokollieren Versuchsabläufe,
  • setzen bei Versuchsdurchführungen komplexe elektronische Messgeräte ein,
  • erfassen und bearbeiten Untersuchungsdaten mit Hilfe von EDV-Systemen,
  • werten Mess- und Untersuchungsdaten, insbesondere unter Einsatz elektronischer Datenverarbeitungstechnik, aus, dokumentieren und bewerten sie.
 

Inhalte der Berufsausbildung

Ausbildungsberufsbild:

Abschnitt A: Pflichtqualifikationen nach § 3 Nummer 1

1. Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht,
2. Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,
3. Betriebliche Maßnahmen zum verantwortlichen Handeln (Responsible Care):
3.1 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,
3.2 Umweltschutz,
3.3 Einsetzen von Energieträgern,
3.4 Umgehen mit Arbeitsgeräten und -mitteln einschließlich Pflege und Wartung,
3.5 Qualitätssichernde Maßnahmen, Kundenorientierung,
3.6 Wirtschaftlichkeit im Labor;
4. Arbeitsorganisation und Kommunikation:
4.1 Arbeitsplanung, Arbeiten im Team,
4.2 Informationsbeschaffung und Dokumentation,
4.3 Kommunikations- und Informationssysteme,
4.4 Messdatenerfassung und -verarbeitung,
4.5 Anwenden von Fremdsprachen bei Fachaufgaben;
5. Umgehen mit Arbeitsstoffen,
6. Chemische und physikalische Methoden:
6.1 Probenahme und Probenvorbereitung,
6.2 Physikalische Größen und Stoffkonstanten,
6.3 Analyseverfahren,
6.4 Trennen und Vereinigen von Arbeitsstoffen;
7. Durchführen mikrobiologischer Arbeiten I,
8. Durchführen zellkulturtechnischer Arbeiten I,
9. Durchführen molekularbiologischer Arbeiten,
10. Durchführen biochemischer Arbeiten,
11. Durchführen diagnostischer Arbeiten I:
11.1 Hämatologische Arbeiten,
11.2 Histologische Arbeiten;
12. Durchführen zoologisch-pharmakologischer Arbeiten,
13. Bereichsspezifische qualitätssichernde Maßnahmen;

Abschnitt B:  Wahlqualifikationen nach § 3 Nummer 2 Buchstabe b
Die Auswahlliste I umfasst folgende Wahlqualifikationen:

1. Durchführen immunologischer und biochemischer Arbeiten,
2. Durchführen biotechnologischer Arbeiten,
3. Durchführen botanischer Arbeiten,
4. Durchführen mikrobiologischer Arbeiten II,
5. Durchführen gentechnischer und molekular¬biologischer Arbeiten,
6. Durchführen parasitologischer Arbeiten,
7. Durchführen pharmakologischer Arbeiten,
8. Durchführen toxikologischer Arbeiten,
9. Durchführen phytomedizinischer Arbeiten,
10. Durchführen zellkulturtechnischer Arbeiten II,
11. Durchführen diagnostischer Arbeiten II,
12. Durchführen pharmakokinetischer Arbeiten.

Die Wahlqualifikation Nummer 9 kann nur in Verbindung mit der Wahlqualifikation Nummer 3 gewählt werden.
Die Auswahlliste II umfasst folgende Wahlqualifikationen:

1. Laborbezogene Informationstechnik,

2. Arbeiten mit automatisierten Systemen im Labor,

3. Prozessbezogene Arbeitstechniken,

4. Qualitätsmanagement,

5. Umweltbezogene Arbeitstechniken,

6. Anwenden probenahmetechnischer und analytischer Verfahren,

7. Anwenden chromatografischer Verfahren,

8. Anwenden spektroskopischer Verfahren,

9. Durchführen verfahrenstechnischer Arbeiten.

Organisation der Ausbildung

Ausbildungsnachweise

 

Verkürzung/Verlängerung der Ausbildungszeit
Vertragsänderung

 

Berufsausbildungsvertrag

Ausbildungsvergütung

Urlaubsanspruch

Ausbildungsverordnung

 

Rechte und Pflichten in der Berufsausbildung

 

Aktuelle News

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Prüfung

Dieser Ausbildungsberuf wird nicht von der Niederrheinischen IHK,

sondern von einer anderen Kammer geprüft.

 

Prüfungsstatistik


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