"Duisburg 2027" - Neuaufstellung des Flächennutzungsplan für die Stadt Duisburg

Bereits im Juni 2007 hat der Rat der Stadt Duisburg beschlossen, die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans mit einer Strategie der nachhaltigen Stadtentwicklung zu verbinden. Mit dieser Strategie, die auf die nächsten 15 bis 20 Jahre ausgerichtet ist (daher auch der Titel Duisburg 2027), sollen die Herausforderungen und der tiefgreifende Wandel der Stadt gestaltet werden. Die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung, der demographische Wandel und neue Erfordernisse an Umwelt und Klimaschutz sind nur einige Themen, mit denen sich die Stadt Duisburg konfrontiert sieht.

Der neue Flächennutzungsplan sieht drei Projektphasen vor:

Phase 1: Strategie für Wohnen und Arbeiten

Im Jahr 2010 organsierte die Stadt Duisburg verschiedene Bürgerforen, um die Einwohner Duisburgs miteinzubeziehen und mit ihnen gemeinsam ein Leitbild zu entwickeln, das den ersten Schritt auf dem Weg zum neuen Flächennutzungsplan darstellt. Mit der "Strategie für Wohnen und Arbeiten" liegt nun ein Leitbild vor, das anhand von acht Zukunftsbildern und strategischen Zielen erste Leitlinien für die zukünftige Entwicklung der Stadt Duisburg vorgibt.Da neben den Bürgern insbesondere auch die Unternehmen in den Prozess mit einbezogen werden sollten, organisierte die Niederrheinische IHK gemeinsam mit der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und der Stadt Duisburg am 24.11.2011 eine Diskussionsrunde, bei der die "Strategie für Wohnen und Arbeiten" vorgestellt und diskutiert wurde.Dabei wurde schnell klar, dass die Unternehmen befürchten, dass in Zukunft keine ausreichenden Wirtschaftsflächen für die Erweiterung und Ansiedlung von Industriebetrieben zur Verfügung stehen könnten. In der Diskussion bei der IHK waren sich alle einig, dass Duisburg unter einem eklatanten Flächenengpass leidet.

Erklärung der Duisburger Metallindustrie

Die sechs großen Duisburger Metallunternehmen ArcelorMittal Duisburg, DK Recycling und Roheisen GmbH, Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Befesa Zink Duisburg GmbH, Grillo Werke AG und ThyssenKrupp Steel Europe GmbH haben im Nachgang der Veranstaltung bei der Niederrheinischen IHK die "Erklärung der lokalen Metallindustrie zu Duisburg 2027" an Stadtdirektor Dr. Greulich übergeben.

Übergabe der Erklärung an Stadtdirektor Dr. Greulich

Hierin fordern sie ein eindeutiges Bekenntnis zum Industriestandort Duisburg, um die Produktionsstandorte langfristig zu sichern und erwarten ausreichende Industrieflächen, um Erweiterungsvorhaben zu realisieren. 

Der Entwurf der "Strategie für Wohnen und Arbeiten" ist am 12. Dezember 2011 vom Rat der Stadt Duisburg beschlossen worden.

Phase 2: Teilräumliche Strategiekonzepte

Aktuell werden von der Stadt Duisburg drei teilräumliche Strategiekonzepte (Duisburg Nord, Mitte/Süd und West) erarbeitet, die im Frühjahr 2013 öffentlich diskutiert werden sollen. Die Niederrheinische IHK wird auch dazu – gemeinsam mit der Stadt Duisburg – den sehr dialogorientierten Prozess fortsetzen, der sich bisher als zielführend erwiesen hat, und Gesprächsrunden mit den jeweils betroffenen Unternehmen organisieren. Auf diesem Weg sollen die Unternehmen frühzeitig informiert werden und die Interessen der Duisburger Wirtschaft in den Prozess mit einfließen.

Phase 3: Flächennutzungsplan

Auf Grundlage der teilräumlichen Strategiekonzepte wird die gesamtstädtische Stadtentwicklungsstrategie Duisburg 2027 erarbeitet, die wiederum die konkrete Grundlage für den neuen Flächennutzungsplan darstellen wird, der voraussichtlich 2013 vom Rat beschlossen werden soll.


Teilräumliche Strategiekonzepte

Auch wenn der neue Flächennutzungsplan erst einmal nach einem unspektakulären Verwaltungsakt klingt, können davon auch unmittelbar Unternehmen betroffen sein – entweder am eigenen Standort oder durch Entwicklungen in der direkten Nachbarschaft. Der Plan regelt z. B. folgende Fragestellungen: Wo werden zukünftig neue Gewerbe- und Industrieflächen ausgewiesen? Wo entstehen neue Verkehrswege? Gibt es Planungen für die Umgebung Ihres Betriebes und was sind die Auswirkungen für Ihr Unternehmen? Die Niederrheinische IHK, die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und die Stadt Duisburg möchten Sie über Inhalte und den Stand der Planung informieren. Wir laden Sie daher herzlich zu den u.a. Diskussionsveranstaltung ein.


Beginn ist jeweils um 18.00 Uhr. Eine Anmeldung zu den Veranstaltungen ist bei Claudia Ames, ames@niederrhein.ihk.de oder Tel.: 0203-2821303 erforderlich. Sie haben die Möglichkeit, zu diesem frühen Zeitpunkt Ihre unternehmerischen Interessen in den Prozess einzubringen. Falls Sie sich bereits im Vorfeld über „Duisburg 2027“ informieren möchten, können Sie sich auf der Homepage der Stadt Duisburg unter http://www.duisburg2027.de einen ersten Überblick verschaffen.

Teilräumliches Strategiekonzept West

18.03.2013, im Bildungszentrum für die Entsorgungs- und Wasserwirtschaft, Dr.-Detlev-Karsten-Rohwedder-Straße 70, 47228 Duisburg

Teilräumliches Strategiekonzept Nord

08.04.2013, im Abteizentrum Hamborn, An der Abtei 1, 47166 Duisburg

Teilräumliches Strategiekonzept Mitte/Süd

18.04.2013, in der Niederrheinischen IHK, Mercatorstraße 22-24, 47051 Duisburg

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