Ausbildung behinderter Menschen

Grundsätzlich ist auch für behinderte Menschen eine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf im Bedarfsfall unter Gewährung eines Nachteilsausgleichs, anzustreben.

Nur in begründeten Ausnahmefällen, in denen Art und Schwere/Art oder Schwere der Behinderung, dies nicht erlauben, ist eine Ausbildung nach § 66 BBiG durchzuführen. Für solche Ausnahmefälle kann die IHK entsprechende Ausbildungsregelungen erlassen.

Die IHKs dürfen insbesondere dann Behindertenregelungen erlassen, wenn dafür auch ein konkreter Bedarf besteht. Es steht also nicht mehr allein im Ermessen der Industrie- und Handelskammer, eine Behindertenregelung zu schaffen. Damit die IHK eine Rechtsvorschrift erlassen kann, muss ein Antrag eines behinderten Menschen oder seiner gesetzlichen Vertreter erfolgen. Ferner muss eine konkrete Ausbildungsmöglichkeit nachgewiesen werden.

Soweit Empfehlungen für Ausbildungsregelungen des BiBB-Hauptausschusses vorliegen, werden diese den Ausbildungsregelungen zugrunde gelegt.

Liegen ein Antrag eines behinderten Menschen sowie eine Ausbildungsmöglichkeit vor und konzipiert die IHK daraufhin eine Regelung, so ist das Ermessen des Berufsbildungsausschusses der IHK auf Null reduziert. Das heißt, dass der Berufsbildungsausschuss die Regelung nicht mehr ablehnen kann.

Diese Voraussetzungen gelten auch für die entsprechenden Regelungen der Fortbildung und Umschulung für behinderte Menschen.


Ausbildungsregelungen der Niederrheinischen IHK:

Fachpraktiker(in) für Bürokommunikation

Fachpraktiker(in) für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice 

Fachpraktiker(in) für personale Dienstleistungen

Fachpraktiker(in) im Lagerbereich

Fachpraktiker(in) im Verkauf

Fachpraktiker(in) Küche (Beikoch/Beiköchin)

Helfer(in) im Gastgewerbe

Kraftfahrzeugfachwerker(in) 

Metallwerker(in)

Schweißwerker(in)

Werkzeugmaschinenwerker(in)