Ungarn: Neues "Elektronische Straßen-Frachtkontrollsystem - EKÁER"

In Ungarn ist das „Elektronische Straßen-Frachtkontrollsystem – EKAER“ in Kraft getreten. Seitdem sind alle Warentransporte im Güterkraftverkehr nach Ungarn und aus Ungarn elektronisch anzumelden. Obwohl in der Regel die ungarischen Unternehmen die Frachten anmelden müssen, sind auch ausländische Firmen von den neuen Regelungen betroffen. 

Zur Abgabe der Meldung muss sich das betreffende Unternehmen einmalig registrieren. Danach müssen die erforderlichen Daten für jeden einzelnen Transport gemeldet werden. Zur Abgabe der Meldungen ist in jedem Fall der betreffende ungarische Partner verpflichtet. Bei grenzüberschreitenden Lieferungen ist dieser jedoch auf die Mitwirkung des ausländischen Lieferanten/Käufers bzw. der Speditionsunternehmen angewiesen.

Die Registrierung und die Abgabe der Einzelmeldungen erfolgt über die die Online-Plattform der Nationalen Steuer- und Zollverwaltung NAV: www.ekaer.nav.gov.hu.

Die Deutsch-Ungarische Industrie- und Handelskammer hat in den vergangenen Wochen auf höchster politischer Ebene wiederholt und entschieden auf die schwerwiegenden Risiken hingewiesen, die das System für die Wettbewerbsfähigkeit aller betroffenen Unternehmen in Ungarn mit sich bringt. Diese Einschätzung hält die DUIHK weiter aufrecht, sie setzt sich daher weiterhin für substantielle Korrekturen am System ein.

Grundlagen des EKÁER-Systems

Das System schreibt eine Meldepflicht für alle per LKW transportierten Güter vor, die

  1. aus der EU nach Ungarn importiert, oder
  2. aus Ungarn in die EU exportiert oder
  3. innerhalb Ungarns erstmals an Nicht-Endverbraucher verkauft werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Deutsch-Ungarischen Industrie- und Handelskammer: www.ahkungarn.hu/marktinfos/ekaer-system/

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